Handball: VfL Gummersbach steigt zum ersten Mal ab

Handball-Bundesliga : Gummersbach steigt zum ersten Mal ab

Der VfL Gummersbach ist aus der Handball-Bundesliga abgestiegen. Der zwölfmalige deutsche Meister kam am letzten Spieltag zwar zu einem 25:25 beim direkten Konkurrenten SG BBM Bietigheim, doch angesichts des 31:30-Sieg der Eulen Ludwigshafen gegen GWD Minden steigen Gummersbach und Bietigheim gemeinsam ab.

Gründungsmitglied VfL Gummersbach ist erstmals in der 53-jährigen Geschichte aus der Handball-Bundesliga abgestiegen. Dem zwölfmaligen deutschen Meister reichte das 25:25 (13:14) im Saisonfinale bei Mitabsteiger SG BBM Bietigheim nicht zum Klassenverbleib, weil die Eulen Ludwigshafen nach einem 31:30 (14:15) gegen GWD Minden bei Punktgleichheit am Ende um ein Tor besser waren. Daher musste der VfL, der seit 1966 ununterbrochen in der Bundesliga spielte, auf dramatische Art und Weise den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Für den einst erfolgreichsten Handballverein der Welt ist damit das schlimmste Szenario eingetreten. Zwölf deutsche Meisterschaften, fünf Pokalsiege und elf Europacup-Triumphe feierte der Club. 1983 gelang den Gummersbachern sogar das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Sieg im Europapokal der Landesmeister. In den vergangenen Jahren aber befand sich der VfL im Sinkflug und konnte sportlich wie wirtschaftlich nicht mehr mit den Topclubs mithalten.

Die sportliche Zukunft ist ungewiss, um seine wirtschaftliche Existenz hingegen müssen die Oberbergischen wohl nicht bangen. Die Lizenzbedingungen für die 2. Liga in der Saison 2019/2020 sind erfüllt worden.

(pabie/dpa)
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