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Handball: Pokal-Party vor vollen Rängen in Hamburg

Endrunde in Hamburg : Pokal-Party vor vollen Rängen

Letzte große Pokal-Party in Hamburg: Mit dem letztmalig in der Hansestadt ausgetragenen Final Four wollen die Handballer auch ihre Corona-Sorgen hinter sich lassen.

Die momentan besten deutschen Teams, dazu die proppevolle Halle - und alles live im frei empfangbaren TV: Der deutsche Handball fiebert stark wie lange nicht mehr dem Showdown um den DHB-Pokal entgegen. Nach harten Corona-Jahren feiert die Sportart beim letztmalig in Hamburg ausgetragenen Final Four seine lang ersehnte Wiederbelebung.

„Ich habe bisher nur Fotos von der ausverkauften Barclays Arena gesehen“, sagte Kiels Superstar Sander Sagosen voller Vorfreude auf die prestigeträchtige Endrunde im Hamburger Volkspark, die erstmals nach drei Jahren wieder vor vollbesetzten Rängen über die Bühne gehen darf: „Das am Wochenende wird eine Handball-Party ohne Ende!“

Und auch Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann freut sich über die Rückkehr von Stimmung und Fans. „Das ist für das Produkt aber auch für die Klubs überlebenswichtig“, sagt Bohmann im SID-Gespräch: „Es wird Zeit, dass wir wieder zu einer Normalität zurückzukommen.“

Der Klubhandball blickt auf eine düstere Zeit zurück. Saisonabbruch, Geisterspiele, Existenzängste: Das System stand vor dem Kollaps. „Vor zwei Jahren haben wir überlegt, ob wir die Liga überhaupt fortsetzen können. Nicht nur für den Moment“, erinnert sich Bohmann. Einige Vereine standen unmittelbar vor dem Ruin.

„Jetzt sind wir wieder am Markt, jetzt können wir uns wieder beweisen“, sagt Bohmann. Nun müsse man im Wettstreit mit anderen Sportarten und Profiligen aber auch zeigen, „dass wir starke Wettbewerber sind. Aus dieser Situation kommen ganz viele wieder raus. Da müssen wir uns am Markt behaupten.“

Da kommt die Pokal-Endrunde gerade recht. Schon die Halbfinal-Paarungen am Samstag zwischen Rekordsieger THW Kiel und Titelverteidiger TBV Lemgo (13.30 Uhr/Sky Sport News) sowie Ligaprimus SC Magdeburg gegen Neuling HC Erlangen (16.10 Uhr/ARD und Sky) garantieren hochklassigen Sport, die Atmosphäre mit den vier Fan-Lagern in der knapp 13.000 Zuschauer fassenden Arena tut ihr Übriges. Der neue Pokalsieger wird dann im Endspiel am Sonntag (13.25 Uhr/ARD und Sky) gekürt.

Seit jeher gilt das Final Four im deutschen Klubhandball als der stimmungsvolle Höhepunkt des Jahres. In diesem Jahr zieht das Event zudem einen besonderen Reiz aus der Tatsache, dass es nach fast 30 Jahren (seit 1994 in der Hansestadt) letztmals an der Elbe steigt. In Hamburg sagt man Tschüss - ab dem kommenden Jahr wird die Endrunde in Köln gespielt.

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„In Hamburg haben wir eine ganze Menge von rauschenden Festen gefeiert. Da haben wir natürlich ein weinendes Auge“, sagt Bohmann. Hamburg habe die Traditionsveranstaltung mit aufgebaut und „zu einem der besten Handballevents der Welt gemacht“.

Doch nach zwei Jahren Pandemie muss auch der Handball mehr denn je auf seine Wirtschaftlichkeit schauen. „Eine Halle mit 20.000 Zuschauern Fassungsvermögen bietet ganz andere Möglichkeiten“, sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker der Handballwoche. Die Aussicht und Erwartung auf deutlich höhere Einnahmen sei „sicher nachvollziehbar“.

(sid/old)