Handball: Liga-Chef Frank Bohmann kritisiert: "Fußball hat die Bodenhaftung verloren"

Chef der Handball-Bundesliga : „Fußball hat Bodenhaftung in Teilen verloren“

Die meisten Fans, die höchsten TV-Einschaltquoten, die größten Stars: Der Fußball dominiert in Deutschland. Für Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, hat diese Popularität auch Schattenseiten.

„Die Bodenhaftung ist unsere Stärke, die hat der Fußball in Teilen verloren“, sagte Bohmann bei einem Besuch unserer Redaktion mit seinem Kollegen Gernot Tripcke von der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und Basketball-Liga-Geschäftsführer Stefan Holz.

Dem Handball-Chef ist vor allem der in- und externe Trubel um die Akteure ein Ärgernis: „Jeder Schritt eines Spitzenfußballers muss mit zahllosen Beratern abgesprochen werden – das will doch niemand sehen.“

eine Kritik begründet Bohrmann vor allem mit den zweifelhaften Geschäftsmethoden und handfesten Skandalen im Fußball, die durch die Plattform „Football Leaks“ ans Licht gekommen sind. „Wer die Berichte rund um die „Football Leaks“ gelesen hat, der darf eigentlich kein Fußball-Anhänger mehr sein. Da geht es nicht mehr um Sport, da geht es nur noch ums Geschäft. Sowas kann ich für unsere drei Sportarten in Deutschland ausschließen.“

Lesen Sie morgen in unserem ausführlichen Interview: Wieso die Liga-Chefs Sportlehrer im Vereinssport wollen, warum sie von ARD und ZDF mehr Übertragungen fordern und weshalb seit 2006 kein NRW-Verein mehr Meister im Handball, Eishockey oder Basketball wurde.

(cbo)
Mehr von RP ONLINE