Handball-EM 2018: Das Geheimnis des Michelmann-Schals

Handball-EM : Das Geheimnis des Michelmann-Schals

Bei der Handball-EM sieht man DHB-Präsident Andrea Michelmann stets mit einem Fanschal. Nur einmal hatte er ihn nicht dabei - und prompt verlor die deutsche Nationalmannschaft.

"Sie sind der Erste, der danach fragt", sagt Andreas Michelmann. Der Präsident des Deutschen Handballbundes ist stets ganz früh in der Halle. Einen Fanschal um den Hals, geht der Oberbürgermeister von Aschersleben hinter der deutschen Auswechselbank hin und her, auch wenn noch kein Spieler zum Aufwärmen in der Halle ist.

"Ich habe ihn zum ersten Mal im EM-Spiel vor zwei Jahren gegen Schweden getragen, als wir in Breslau nach hohem Rückstand noch gewonnen haben", erzählt der oberste deutsche Handball-Funktionär. Für Uwe Schwenker, den Präsidenten der Bundesliga, war klar: Michelmann musste von da an immer bei den wichtigen Spielen den Schal tragen.

Es klappte 16 Spiele — elf bei zwei Europameisterschaften, fünf bei einer WM. Erst beim 25:26 gegen Dänemark wirkte der Zauber nicht mehr. Und beim WM-Aus 2017 im Achtelfinale in Frankreich gegen Katar? "Da hatte ich den Schal im Hotelzimmer vergessen", sagt der 58-Jährige. Seitdem überprüfte Steffen Weinhold, Rückraumspieler aus Kiel, stets, ob Michelmann auch den Glücksbringer dabei hatte. Das ist nun auch wieder Geschichte.

Vielleicht fängt ja am Mittwoch gegen Spanien ein neues Kapitel an.

(cze)