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Handball-EM: 1200 Kilometer für Spiel um Platz fünf

Deutschland bei der Handball-EM : 1200 Kilometer Reise für Spiel um Platz fünf

EM in Norwegen, Schweden und Österreich: Obwohl Deutschland seit Montag fix ausgeschieden ist, spielt die Handball-Nationalmannschaft noch zwei weitere Spiele und – muss dafür sogar noch einmal weit reisen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat durch den Sieg gegen Österreich am Montag vorzeitig das Spiel um Platz fünf erreicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop muss zum Abschluss des Turniers eigens für die Partie am Samstag (16 Uhr) von Wien, wo das deutsche Team die Hauptrunde spielte, nach Stockholm reisen, wo alle Final- und Platzierungsspiele stattfinden. Das Turnier fand in Norwegen, Schweden und Österreich statt.

Zählt man die An- und Abreise mit, werden die Handballer schließlich 6000 Kilometer zurückgelegt haben. „Irgendwie fühlt es sich so an, dass wir quer durch Europa fliegen und zwischendurch ein bisschen Handball spielen“, sagte Hendrik Pekeler vor Beginn der Mammut-EM dem SID. Die Vorrunde absolvierte der Europameister von 2016 im norwegischen Trondheim.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning sah angesichts des Klimawandels darin kein Problem. „Dieses Thema ist natürlich ein wichtiges. Aber ich finde nicht, dass wir es jetzt auch noch auf eine Handball-EM übertragen müssen“, sagte er.

Ein Spiel um Platz fünf gibt es unter anderem deshalb, weil bei der EM die letzten Plätze für das Olympia-Qualifikationsturnier ausgespielt werden. Deutschland konnte als Vierter der WM im Vorjahr schon sicher mit dem Turnier im April planen. Europa stehen noch zwei weitere Startplätze zu: Österreich, Weißrussland und Tschechien aus der Hauptrundengruppe I sowie Slowenien, Ungarn, Portugal und Island aus der Hauptrundengruppe II kämpfen noch um einen um einen Startplatz.

„Natürlich ist es nicht unser Anspruch, um die Plätze fünf und sechs zu spielen“, sagte Rückraumspieler Fabian Böhm: „Aber wenn alles gut kommt, haben wir am Ende nur gegen Spanien und Kroatien verloren.“ Den Sieg gegen Österreich bezeichnete auch er als „ein Statement, die Mannschaft ist intakt“.

Ähnlich formulierte es Kapitän Uwe Gensheimer, der von einem „Charaktertest für uns als Mannschaft“ sprach. „Auch wenn es nicht mehr ums Halbfinale geht, wir sind hier bei einer Europameisterschaft, und wir wollen die Europameisterschaft mit einem guten Gefühl abschließen“, sagte Gensheimer: „Das sind wir uns allen schuldig und auch den Fans.“

(eh mit sid)