Handball: DHB-Frauen lösen das Ticket für die WM 2019

Sieg gegen Kroatien : Deutsche Handballerinnen lösen das WM-Ticket

Die deutschen Handballerinnen haben die Nerven behalten und sich für die diesjährige Weltmeisterschaft in Japan qualifiziert. Das Team von Bundestrainer Henk Groener gewann in Hamm/Westfalen das Play-off-Rückspiel gegen Kroatien mit 25:21 (14:9).

amit kann die Mannschaft ihren Reifeprozess auf höchstem Niveau vorantreiben. Rückraumspielerin Alicia Stolle war mit sechs Treffern die beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die keine Glanzleistung, aber insgesamt eine Leistungssteigerung gegenüber dem Hinspiel zeigte. Dieses war in Koprivnica am vergangenen Sonntag lediglich 24:24 ausgegangen.

Dank der WM-Teilnahme halten die DHB-Frauen auch ihren Traum von den Olympischen Sommerspielen 2020 am Leben. Um bei den Qualifikationsturnieren für Tokio dabei zu sein, müsste Deutschland bei der im Winter stattfindenden WM in Japan (30. November bis 15. Dezember) unter die besten sieben Teams kommen.

Nach dem "Weckruf" in Kroatien hatte Groener einen konzentrierten Auftritt seiner Mannschaft gefordert - und diese hielt sich in der Anfangsphase an die Vorgaben des Niederländers: Bei äußerst warmen Temperaturen in der mit 2131 Zuschauern ausverkauften Halle ging die DHB-Auswahl defensiv energischer als im ersten Duell zu Werke. Zudem erwischte Dinah Eckerle im Tor einen guten Tag und zeigte mehrere Paraden.

Die Folge: Das Groener-Team setzte sich schnell auf 4:1 (7.) ab, Gäste-Coach Nenad Sostaric nahm früh seine erste Auszeit. Kroatien, das schon 2001 und 2003 der deutsche Gegner in der WM-Quali gewesen war, kam anschließend zwar zum 4:4 (10.), es dauerte aber nicht lange, bis die immer energischer werdende DHB-Auswahl wieder ein Polster aufbaute.

Vor allem die zu Beginn noch häufig auftretenden individuellen Fehler ließen nach einer Viertelstunde nach. Stolle, die als gebürtige Ahlenerin in Westfalen ein Heimspiel hatte, überzeugte im Angriff mit ihrer Wurfgewalt aus dem Rückraum. Zudem nutzte der Favorit nach Ballgewinnen nun auch seine Tempogegenstöße zu einfachen Toren.

Die Gäste blieben nach viel Aluminium-Pech knapp zehn Minuten ohne eigenen Treffer, das Groener-Team baute seine Führung aus. Vor der Pause stand zwischenzeitlich eine Sechs-Tore-Führung zu Buche - 13:7 (24.).

Nach einem nervösen Wiederbeginn konnten sich die Gastgeber bei Torhüterin Eckerle bedanken, dass die Kroatinnen nicht näher herankamen. Groener mahnte seine Mannschaft von außen immer wieder zu Konzentration. Die Gäste hielten ihre Bemühungen stets aufrecht und blieben in Schlagdistanz. Weil der deutschen Mannschaft vorne zudem wieder mehr Fehler unterliefen, blieb das Spiel bis zwei Minuten vor dem Ende spannend.

Die nächsten Aufgaben warten auf das DHB-Team im September, wenn die Qualifikationsspiele zur EM 2020 anstehen.

(ako/sid)
Mehr von RP ONLINE