Handball-Bundesliga: Rhein-Neckar Löwen bezwingen die Füchse Berlin 28:25

Handball-Bundesliga: Entkräftete Berliner verlieren bei den Rhein-Neckar Löwen

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga den Anstrengungen der Klub-WM in Doha Tribut gezollt. Zwei Tage nach dem verlorenen Finale gegen den FC Barcelona unterlagen die Berliner bei den Rhein-Neckar Löwen 25:28 (11:15).

Manager Bob Hanning hatte die Liga im Vorfeld dafür kritisiert, keinen Ausweichtermin gefunden zu haben. "So ist es natürlich kein fairer Wettbewerb", sagte Hanning.

In Mannheim mussten die Füchse auf acht Stammspieler verzichten, darunter auch Fabian Wiede, Mattias Zachrisson, Christoph Reißky und Kevin Struck, die sich in Doha verletzt hatten. Trainer Velimir Petkovic füllte seinen Kader mit Spielern aus dem Nachwuchs auf. Den Etablierten fehlte jedoch die Frische, um den Vizemeister in der entscheidenden Phase gefährden zu können.

"Wenn man in acht Tagen fünf Spiele hat, dann haben wir uns gut aus der Affäre gezogen. Jeder hat gesehen, wer auf der Bank sitzt: größtenteils Jugendspieler. Dafür haben wir das gut gemacht", sagte Berlins Torhüter Malte Semisch bei Sky: "Wir können guten Gewissens nach Hause fahren. Schade, dass wir es am Ende nicht gedreht haben."

Nationalspieler Jannik Kohlbacher von den Gastgebern sagte: "Es war ein harter Kampf über 60 Minuten, obwohl die Füchse stark dezimiert waren. Wir haben nicht erwartet, dass sie schlecht spielen werden. Dementsprechend waren wir darauf vorbereitet, dass wir kämpfen müssen."

Die Löwen rehabilitierten sich für die erste Saisonniederlage vor einer Woche gegen Rekordmeister THW Kiel und zogen mit 15:3 Punkten an den Füchsen (14:6) vorbei. Beste Torschützen waren Kohlbacher und Alexander Petersson von den Hausherren mit jeweils sechs Treffern. Die Chance zur Revanche haben die Berliner bereits in diesem Jahr: Im Dezember empfangen sie den Cup-Verteidiger im Viertelfinale des DHB-Pokals.

(old/sid)
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