EHF-Pokal: Füchse Berlin und SC Magdeburg in der Gruppenphase

Handball : Flensburg schwächelt in Königsklasse - Quartett im EHF-Cup weiter

Die SG Flensburg-Handewitt ist in der Champions League vom Erfolgskurs abgekommen. Trotz einer Niederlagenserie ist das Erreichen der K.o.-Runde derzeit aber nicht gefährdet. Im EHF-Pokal steht das Bundesliga-Quartett in der Gruppenphase.

Der Meister schwächelt in der Königsklasse, dafür hat ein Bundesliga-Quartett im EHF-Pokal mit dem geschlossenen Einzug in die Gruppenphase die Erwartungen erfüllt. Die SG Flensburg-Handewitt kassierte am Samstag in der Champions League mit dem 27:31 (15:15) beim FC Barcelona bereits die fünfte Niederlage in Serie. Dagegen überstanden die Füchse Berlin, der SC Magdeburg und die MT Melsungen am Sonntag problemlos die Qualifikation im zweithöchsten europäischen Wettbewerb, wo die Rhein-Neckar Löwen bereits am vergangenen Mittwoch weitergekommen waren.

Fünf Spiele, fünf Niederlagen: Die jüngste Bilanz des Bundesliga-Spitzenreiters aus Flensburg auf internationalem Parkett ist ernüchternd. Trainer Maik Machulla wollte nach dem Auftritt in Barcelona dennoch nichts von einer sportlichen Krise wissen. Vielmehr attestierte er seinen Schützlingen bis auf die letzten zehn Minuten „ein sehr gutes Spiel“, in dem am Ende die Abschlussschwäche den Ausschlag gab. „Wir haben zu viele freie Würfe vergeben, um in Barcelona zu gewinnen“, kommentierte Machulla die schwache Trefferquote von nur 55 Prozent.

Mit 7:11 Punkten liest sich die SG-Bilanz in der europäischen Königsklasse momentan negativ. Der Einzug in das Achtelfinale ist derzeit aber dennoch nicht in Gefahr, weil der Vorsprung auf den HC Zagreb aus Kroatien (3:15) und Elverum HB aus Norwegen (1:17) weiter komfortabel ist. Dennoch brauchen die Flensburger in den verbleibenden fünf Gruppenspielen noch Punkte, um den schweren Gegnern in der ersten K.o.-Runde aus dem Weg zu gehen.

Ohne Probleme lösten die Füchse Berlin ihre Aufgabe im EHF-Pokal gegen den schwedischen Spitzenclub HK Malmö. Vor 7730 Zuschauern entschied der Hauptstadtclub das Rückspiel in der 3. Qualifikationsrunde am Sonntag mit 27:26 (13:11) zu seinen Gunsten, nachdem im Hinspiel ein klarer 34:27-Sieg gelungen war. Top-Werfer bei den Berlinern war Hans Lindberg mit acht Toren. „Es fehlten heute 20 bis 30 Prozent am Maximum“, sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic. „Aber das ist mir egal, ich wollte einfach nur gewinnen.“

Noch souveräner geriet der Auftritt des SC Magdeburg, der den polnischen Vertreter Gornik Zabrze mit 37:26 (22:15) bezwang. Bei den Elbestädtern, die schon das Hinspiel deutlich mit 37:25 für sich entschieden hatten, brillierte vor 4436 Zuschauern Tim Hornke mit zehn Toren.

Etwas schwerer tat sich die MT Melsungen beim knappen 20:19 (11:9) in Griechenland gegen Olympiakos Piräus. Das Weiterkommen der Nordhessen, für die Lasse Mikkelsen mit sechs Toren bester Werfer war, geriet nach dem 32:28-Hinspielerfolg aber zu keiner Zeit in Gefahr.

(ako/sid)