Am Ende flatterten beim SV Neukirchen die Nerven.

Handball-Oberliga : Ein Punkt ist für den SVN vielleicht zu wenig

Handball-Oberliga: Neukirchen gibt in der Schlussphase noch eine 23:18-Führung aus der Hand und erreicht nur ein 24:24.

Die Situation im Abstiegskampf war eh schon verzwickt und unbefriedigend. Und die neuerliche Gefühlslage der Oberliga-Handballer des SV Neukirchen ist nur sehr schwer einzuschätzen. Die Blau-Gelben hatten über einen langen Zeitraum geggen den TV Angermund dominiert, mussten sich aber aufgrund eines unerklärlichen Leistungsabfalls in der Schlussphase der Begegnung noch mit einem 24:24 (16:10) begnügen.

Der SV Neukirchen (14:34 Zähler) ist somit zwar auf seinen Mitabstiegskonkurrenten TV Aldekerk II (15:33) bis auf einen Punkt herangerückt, aber es überwog klar die Enttäuschung über die verpasste Chance, mit Aldekerk gleichz ziehen.

Bei den Neukirchenern war mit dem Anpfiff sofort richtig „Alarm“ in beiden Mannschaftsteilen. Aber gerade in der Deckung ging es ordentlich zur Sache. Die Spieler formierten sich zu einer Einheit, die keinen Zentimeter an Hallenboden freiwillig Preis gab. Die ausgeprägte Einstellung war ausschlaggebend dafür, dass Neukirchen in seinem Auftritt immer sicherer wurde.

Für zusätzliche Motivationsschübe sorgte Rico Burggraf. Der Torwart war immer dann zur Stelle, wenn ihn seine Vorderleute benötigten.

Die Hausherren drückten dem Spiel eindrucksvoll ihren Stempel auf. Auch der Auftritt in der Offensive gestaltete sich klug und effizient. Die Spieler bauten nach schnellen Passfolgen immensen Druck auf die gegnerische Deckung auf. Alle Positionen waren dabei einbezogen.

Angermund fand keine Mittel, um den SVN-Express aufzuhalten. Selbst Deckungsumstellungen beim Gast brachten nicht den gewünschten Erfolg. Angermund schien verzweifelt und geriet immer mehr in die Zwickmühle.

Die Blau-Gelben machten nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten, brachten weiterhin die volle Energie auf die „Platte“. Aber die Herrlichkeit brach ein. Trotz einer 23:18-Führung unterliefen in der Schlussphase zahlreiche Passfehler, die Angermund per Gegenstoß umgehend bestrafte.

Bei den Neukirchenern setzte das Nervenflattern ein, das den Sieg letztlich kostete. „Das ist für uns ein Punktverlust“, haderte SVN-Trainer Christian Wetteborn nach Spielschluss.

SV Neukirchen: Peich (8), Pannen (6), Behmer (5/5), Krölls (2), Beutelt (1), Toschki (1), Fietze (1).

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