Golfer Martin Kaymer hofft auf ein „schönes Fest“ bei den PGA Championship

Jubiläumsturnier: Martin Kaymer hofft auf ein „schönes Fest“ bei den PGA Championship

Martin Kaymer will unbedingt zum Ryder Cup. Die PGA Championship ist ab Donnerstag wohl die letzte Chance, um nochmal auf sich aufmerksam zu machen.

Martin Kaymer ist in Feierlaune. Wenn ab diesem Donnerstag in St.Louis/Missouri die 100. PGA Championship über die Bühne geht, will Deutschlands bester Golfer deshalb endlich wieder mehr sein als nur Statist. "Alles Gute zum runden Geburtstag", schrieb der 33-Jährige bereits im Vorfeld in den Sozialen Netzwerken: "Hoffentlich wird es ein schönes Fest."

Damit Kaymer eine anständige Party feiern kann, muss er zunächst aber zu alter Form finden. Zu jener Form nämlich, mit der er 2010 bei der PGA Championship sein erstes Major gewonnen hatte. Zu jener Form, die ihn 2014 zum ersten deutschen US-Open-Champion gemacht hatte. "Ich glaube, es geht in die richtige Richtung", sagte Kaymer dem Internetportal golf.com.

Dass der Knoten platzen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Kaymers Resultate bei den zurückliegenden großen Turnieren lesen sich schlichtweg ernüchternd: British Open - Cut verpasst. US Open - Cut verpasst. Players Championship - Cut verpasst. "Ich hoffe", sagte er nun, "dass ich mir eine Chance gebe. Und ich hoffe, dass ich mich für Sonntagmittag in eine gute Position bringe."

Denn der ehemalige Weltranglistenerste, der bei der US Open vor vier Jahren seinen bislang letzten Erfolg gefeiert hatte, verfolgt trotz der schwachen Leistungen noch immer ein Ziel: Die Teilnahme am Ryder Cup Ende September in Paris. Das Duell der Kontinente, das er bereits dreimal mit seinen Europäern gewonnen hatte, ist für den Rheinländer noch immer das Maß der Dinge.

"Ich würde es lieben, für Europa und Thomas Björn zu spielen", sagte Kaymer. Um vom dänischen Team-Kapitän Björn allerdings noch eine Wildcard zu erhalten, bedarf es vermutlich aber einer Top-5-Platzierung bei der PGA Championship. Über das Punktesystem wird sich der Deutsche angesichts der starken Konkurrenz ziemlich sicher nicht mehr qualifizieren.

Alles andere als Ryder-Cup-Atmosphäre dürfte Kaymer indes ab Donnerstag verspüren. Seine erste Runde (14.28 Uhr/MESZ) absolviert er ebenso wie die zweite am Freitag (19.53 Uhr/MESZ) mit den US-Amerikanern Davis Love III und Rich Beem, die beide nicht zu den aktuellen Stars der Szene gehören.

Aber vielleicht nutzt Kaymer ja die Möglichkeit, um fernab des großen Interesses endlich mal wieder zu glänzen. Dann dürfte er zumindest am Wochenende wieder teilnehmen, sich mit den Superstars messen und ein bisschen Party-Stimmung aufsaugen. Es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

(rent/sid)
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