Startschuss zum Aufstiegs-Endspurt Nicht nur Baumgart wittert seine Chance

Hamburg · Der Wechsel von Steffen Baumgart zum Hamburger SV bringt zusätzliche Spannung ins Aufstiegsrennen. Am Freitag duellieren sich die Spitzenteams - und noch hofft die halbe Liga.

Steffen Baumgart bei seinem ersten Training als HSV-Trainer.

Steffen Baumgart bei seinem ersten Training als HSV-Trainer.

Foto: dpa/Gregor Fischer

Das große „Baumi“-Getöse in der Nachbarschaft kriegt Fabian Hürzeler nur am Rande mit. „Es ist sehr spannend, mich freut's. Er ist eine Persönlichkeit“, sagte der Trainer des FC St. Pauli nach dem selbstbewussten Amtsantritt von Steffen Baumgart beim Hamburger SV, der mit dem strauchelnden Traditionsklub eine Wende im umkämpften Aufstiegsrennen schaffen will.

Während beim Stadtrivalen eine spürbare Aufbruchstimmung grassiert und die halbe Liga verlockt nach oben schielt, haben Hürzeler und seine Kiezkicker überhaupt keine Lust auf große Verschiebungen im Saison-Schlussspurt. Die Tabellenführer wollen ihren Vorsprung sicher ins Ziel bringen - und dafür im Topspiel am Freitag nachlegen.

„Wir wissen um den Stellenwert dieses Spiels“, sagte Hürzeler mit Blick auf das Duell beim Tabellenzweiten Holstein Kiel (18.30 Uhr/Sky): „Mir ist wichtig, dass wir unseren Stil durchbringen, dass wir weiter mutig Fußball spielen.“

Mit einem Erfolg würde sich Hürzelers Team auch vom ersten Verfolger absetzen und vorerst zehn Punkte zwischen sich und den Tabellendritten HSV packen, der seinerseits zum großen Angriff auf die direkten Aufstiegsplätze geblasen hat. „Wir haben noch St. Pauli und Kiel zu Hause und sind mit dieser Mannschaft in der Lage, jeden zu schlagen“, hatte Baumgart bei seiner Vorstellung gesagt und dabei eine wilde Entschlossenheit ausgestrahlt.

Die Konkurrenz ist von der Neu-Verpflichtung durchaus beeindruckt. „Was den Trainer, die Person anbetrifft, habe ich eine hohe Meinung“, sagte etwa Holstein Kiels Sportdirektor Uwe Stöver der Hamburger Morgenpost: „Deswegen glaube ich durchaus, dass er dazu in der Lage ist, mit dem HSV erfolgreich zu sein“.

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Doch nicht allein die „Rothosen“ wähnen sich weiter voll im Geschäft. Hannover 96 ist auf Tuchfühlung, die SpVgg Greuther Fürth und der SC Paderborn nah dran. Selbst der Tabellenneunte SV Elversberg, am Sonntag erster Gegner des Baumgart-HSV, hat nur sechs Punkte Rückstand auf Rang drei.

„Das sind Abstände, die in zwölf Spielen schnell aufgeholt sind“, sagte Stöver: „Gute Phase, schlechte Phase, wir sehen gerade bei Hannover 96, die Anschluss gefunden und entsprechende Qualität haben, wie schnell es gehen kann.“

Die spannende Zeit in einem offenen Aufstiegsrennen beginnt - das „Baumi“-Getöse war da nur der Anfang.

(SID/loy)
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