„Wollen aufsteigen“ Schalker Zuversicht vor schwerem Ligastart

Gelsenkirchen · Bundesliga-Absteiger FC Schalke verzichtet vor dem Start in die neue Saison auf Unterstatement. Schon beim knalligen Ligastart in Hamburg will der Aufstiegsfavorit ein Zeichen setzen.

Thomas Reis soll die Schalker wieder nach oben führen.

Thomas Reis soll die Schalker wieder nach oben führen.

Foto: dpa/Jan Woitas

Der FC Schalke geht mit großen Ambitionen in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga. „Ich stehe zu meiner Aussage, dass wir aufsteigen wollen. Das ist mein Anspruch. Wenn wir es schaffen, Rückschläge zu verkraften, haben wir ein Riesen-Faustpfand mit dem heimischen Stadion und den Fans“, sagte Thomas Reis vor dem Auftaktspiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky) beim Hamburger SV. Der 49 Jahre alte Coach verwies auf die große Erwartungshaltung des Schalke-Anhangs: „Die Euphorie ist wahnsinnig groß. Der muss man gerecht werden. Es ist normal, dass du als Absteiger mit zum Favoritenkreis gehörst.“

Trotz der kniffligen Aufgabe gleich zum Start in Hamburg überwiegt beim Fußball-Lehrer die Vorfreude auf die Partie beim Tabellendritten der vergangenen Saison: „Wenn man aus einer fußballlosen Zeit kommt, ist es ein absolutes Topspiel, gefühlt ein Bundesligaspiel.“ Reis ist guter Dinge, dass die Mannschaft schon am Freitag seine Philosophie verinnerlicht: „Wichtig ist für mich, dass wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die das umsetzt, was Schalke zuletzt ausgezeichnet hat. Die einen absoluten Willen hat, die bedingungslos in die Zweikämpfe geht, die eine gute Mentalität zeigt, die mit Rückschlägen gut umgehen kann. Dazu wollen wir auch fußballerisch überzeugen.“

Verzichten muss Reis auf den angeschlagenen Stammkeeper Ralf Fährmann, der sich seit Tagen um eine schnelle Rückkehr bemüht. Zudem geben Personalprobleme in der Abwehr zu denken. Der monatelange Ausfall von Leo Greimel, der sich vor wenigen Tagen einen Kreuzbandriss zuzog, hat das ohnehin knappe Personalangebot in der Defensivzentrale weiter dezimiert.

Die Verpflichtung von Timo Baumgartl soll die Lage entspannen. Nach langen Verhandlungen mit dem niederländischen Club PSV Eindhoven erzielte der FC Schalke eine Einigung über den Transfer des ehemaligen Profis des VfB Stuttgart und von Union Berlin. Reis freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem 27-Jährigen, bei dem im Frühjahr 2022 Hodenkrebs diagnostiziert worden war: „Er ist ein absoluter Leadertyp und kann den jungen Spielern helfen, noch besser zu werden. Er ist kopfballstark und sehr gut im Infight.“ Der Fußball-Lehrer ließ offen, ob Baumgartl schon am Freitag in Hamburg zum Kader zählt.

(dpa/loy)