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Fortuna Düsseldorf: Rösler und Beister — Sinnbild der Krise

Fortuna Düsseldorf : Rösler und Beister — Sinnbild der Krise

Nach Fortunas 1:2 bei Dynamo Dresden herrscht in Düsseldorf Ernüchterung. Die Spieler verpassten am Montagabend auch beim Tabellenneunten aus Sachsen die Trendwende, die zur Verteidigung des dritten Tabellenplatzes nötig gewesen wäre. Maximilian Beister und Sascha Rösler stehen dabei bildlich für das Leistungstief der Rot-Weißen.

"Es ist leider so, dass meine Spieler nicht in der Verfassung der Hinrunde sind", sagte Trainer Norbert Meier nach der Partie. "In der Hinrunde haben wir von der überragenden Form der Einzelspieler gelebt." 41 Punkte hatte seine Mannschaft während der ersten Hälfte der Spielzeit gesammelt und war damit überlegen Herbstmeister geworden. In der Rückrunde sind es drei Spieltage vor dem Saisonfinale gerade einmal 16 Zähler. "Die Zahl der Punkte während der Hinrunde war nicht unser Standard, und der in der Rückrunde ist es auch nicht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen", meinte Meier.

Der Coach beklagte in Dresden erneut eine Reihe von Totalausfällen in seinen Reihen. "Ich könnte ein paar nennen", sagte er, ohne jedoch Namen zu nennen: "Das machen wir nur intern." Wer Zeuge der Partie in der Glücksgas-Arena war, der weiß, um welche Akteure es sich unter anderem handelt. Beister und Rösler bekamen gegen Dresden kein Bein auf den Boden.

Die beiden Offensivkräfte hatten in der Hinrunde noch perfekt miteinander harmoniert, die gegnerischen Abwehrreihen regelrecht schwindelig gespielt und Traumtor um Traumtor erzielt. Derzeit gelingt ihnen aber rein gar nichts mehr. Beister, der in der Hinrunde traumhaft leicht an seinen Gegenspielern vorbeizogen war, rennt jetzt meist mit dem Ball am Fuß und gesenktem Kopf in seine Gegenspieler hinein. Dem 21-Jährigen ist das Selbstbewusstsein und der Glauben an die eigene Stärke abhanden gekommen.

Und Rösler ist seit den Beschimpfungen von Frankfurt-Coach Armin Veh wie ausgewechselt: Der 34-Jährige verliert viele Zweikämpfe, strahlt keine Torgefahr aus und wartet schon seit sechs Spielen auf seinen 13. Saisontreffer. "Wir hatten uns so viel vorgenommen. Und dann spielen wir so eine erste Halbzeit, wo du dich fragst: 'Das gibt's doch nicht?'", sagte Meier am späten Montagabend. "Wenn wir das Ding am köcheln halten wollen, muss jetzt der Trotz kommen. Wir halten den Spielern immer die Flagge, aber jetzt muss langsam von denen mal was kommen."

(das/csi)