Relegations-Hinspiel: Karlsruher SC und Erzgebirge Aue trennen sich 0:0

Relegations-Hinspiel: KSC und Aue trennen sich 0:0

Der Karlsruher SC und der FC Erzgebirge Aue liefern sich im Relegations-Hinspiel alles andere als ein fußballerisches Spektakel. Nach dem 0:0 haben die Sachsen nun einen leichten Vorteil.

Der Karlsruher SC hat eine gute Ausgangsposition für die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga verpasst und dem FC Erzgebirge Aue alle Chancen auf den Klassenverbleib gelassen. Gegen den Zweitliga-16. kam der Drittliga-Dritte im Hinspiel der Relegation am Freitag nicht über ein 0:0 hinaus. "Leider haben wir kein Auswärtstor geschossen, aber wenn man merkt, dass vorne wenig geht, muss man hinten gut stehen. Das haben wir hervorragend gemacht", sagte Aues Christian Tiffert im ZDF. Marvin Pourie vom KSC klang deutlich zuversichtlicher: "Wir haben im Kollektiv super gearbeitet. Ich weiß, dass wir in Aue unsere Chancen bekommen und wir am Ende aufsteigen werden."

Damit gehen die Sachsen, die den nächsten Abstieg nach 2015 unbedingt verhindern wollen, nun mit einem leichten Vorteil ins Rückspiel an diesem Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) in ihrem Stadion. Dort werden beide Klubs zwangsläufig ein wenig mehr Risiko eingehen müssen.

Denn ein ansehnliches Spiel bot sich den 25 906 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion am Freitagabend über weite Strecken nicht. Aue bemühte sich zwar um einen spielerisch sauberen Aufbau. Aber der KSC machte konsequent das, was er sich vorgenommen hatte: diszipliniert verteidigen. Eine besondere Szene bot sich dem Publikum zunächst nur in der 18. Minute, als ein schöner Fallrückzieher von Aues Dennis Kempe nur knapp das Karlsruher Tor verfehlte.

Beeindruckt von den vergangenen Tagen schienen die Gäste jedenfalls nicht. Gleich zweimal war ihr Einspruch gegen die Wertung der 0:1-Niederlage in Darmstadt am letzten Zweitliga-Spieltag am vergangenen Wochenende vom DFB abgewiesen worden. Erst dadurch war Aue auf den Relegationsrang abgerutscht. Im Karlsruher Wildpark aber präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Hannes Drews konzentriert, fand aber nur selten Lücken im Abwehrverbund des KSC.

Da auch die Gäste gleichzeitig nicht allzu viel riskieren wollten, blieb Partie auch im zweiten Durchgang weitestgehend ohne große Chancen. Erst in der Schlussphase erhöhten beide Mannschaften ein wenig den Druck. Attraktiver wurde das Spiel aber auch dadurch nicht wesentlich. Zumindest am nächsten Dienstag sollte das anders werden: Denn im Rückspiel werden Tore fallen müssen.

(old/dpa)