Viel Brisanz im Derby: Gestohlene Fahne sorgt für Aufregung

Viel Brisanz im Derby : Gestohlene Fahne sorgt für Aufregung

Mönchengladbach/Köln (RPO). Wieder einmal sorgt eine gestohlene Fahne für helle Aufregung vor einem Derby. 2006 wurde in Dortmund kurz vor dem Hass-Duell gegen den ungeliebten Nachbarn Schalke 04 eine 60 Meter lange Fahne entwendet, nun gibt es Aufregung bei den Ultras aus Mönchengladbach.

Der Fangruppierung "Mönchengladbach Ultras" wurde ihre Heimspiel-Zaunfahne entwendet, in Ultra-Kreisen kommt dies einer schweren Niederlage gleich. Die Ultras haben sich als Konsequenz aufgelöst. Wer als Schuldiger in Frage kommt ist am Borussia-Park schnell geklärt.

"In den Abenstunden nach dem Heimspiel gegen St. Pauli ist es drei unbekannten Jugendlichen gelungen, in unseren Fahnenraum im Stadion zu gelangen. Dort entwendeten sie unter anderem unsere Heimspielzaunfahne. Somit ist das Herzstück der Gruppe UMG kampflos in die Hände des Erzfeindes gelangt", heißt es in einer Erklärung des Fan-Clubs. Der "Erzfeind" wird zwar nicht namentlich genannt, aber selbstverständlich sind die Fans des 1. FC Kölns gemeint.

Im offiziellen Borussia-Forum wird spekuliert, dass die Kölner Ultra-Gruppierung "Wilde Horde" hinter dem Dienbstahl steckt. Jan Ruoff, Fanbeauftragter von Borussia bestätigt dies im "Kölner Stadt-Anzeiger": "Ja, die Fahne wurde entwendet, von einer Gruppe aus Kölner Ultra-Kreisen".

Auf Kölner Seite ist man vorsichtiger: "Wir sind von den Gladbachern über den Vorfall informiert worden. Aber ich habe keine klaren Hinweise darauf, dass die Fahne wirklich in Köln ist", sagte der FC-Fanbeauftrage Rainer Mendel dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Sollte die Fahne wirklich in Kölner Händen sein, hoffen alle Verantwortlichen, dass die beim Heimspiel gegen die Fohlen nicht im FC-Block auftaucht. Im ohnehin schon emotionsgeladenen Derby konnte dies für unnötige Aggressionen sorgen. Beim Heimspiel der Schalker gegen Dortmund blieb die Fahne verschwunden und die Stimmung, für ein Derby, relativ entspannt. Allerdings auch Dank enormer Sicherheitsvorkehrungen.