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Neuer Streit bei 1860 München: Ex-Präsident fordert Aufsichtsrat zum Rücktritt auf

Neuer Streit bei 1860 München : Ex-Präsident fordert Aufsichtsrat zum Rücktritt auf

Zweitligist 1860 München kommt nicht zur Ruhe. Ex-Präsident Dieter Schneider hat den Aufsichtsrat um Chef Otto Steiner indirekt zum Rücktritt aufgefordert und sogar eine Rückkehr zu den Löwen angedeutet.

"1860 braucht als Präsidenten jemanden mit Tatkraft, der dem Ganzen wieder eine Richtung gibt. Das mit Steiner zu machen, halte ich für unmöglich", sagte der 66-Jährige, der im März nach monatelangen Querelen mit dem Aufsichtsrat, vor allem aber mit Investor Hasan Ismaik zermürbt zurückgetreten war, der Münchner tz.

Er selbst sei niemand, fügte Schneider in der AZ an, "der den Verein im Stich lässt - aber nicht in dieser Konstellation. Es geht nun darum, wie die Situation nach der Mitgliederversammlung ist. Wenn meine Mithilfe dann gefragt ist und man den Eindruck hat, dass ich weiterhelfen könnte, will ich meine Entscheidung überdenken. Das würde jeder Löwen-Fan tun, und das bin ich. Wenn meine Tatkraft gefordert ist, stünde ich bereit", sagte er.

Am 20. Juli soll auf einer Mitgliederversammlung ein neuer Präsident gewählt werden, nachdem die Delegierten zuletzt den vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Hep Monatzeder abgelehnt hatten. Steiner hatte seinen Rücktritt bereits angekündigt, sollte auch der zweite Kandidat, der derzeit noch gesucht wird, durchfallen.

Schneider lässt schon jetzt kein gutes Haar am Aufsichtsrats-Boss der Sechziger. Steiner sei "von einer Ankündigung zur nächsten geeiert", ohne Taten folgen zu lassen. Die Suche nach einem Präsidenten bezeichnete er als "Posten-Geschachere a la Hollywood". Zudem hätten ihm "diese Leute damals das Vertrauen entzogen, sie haben mich quasi am ausgestreckten Arm verhungern lassen".

(sid/seeg)