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2. Bundesliga: Heidenheim fordert HSV, Nürnberg tritt auf der Stelle

2. Bundesliga : Heidenheim fordert HSV, Nürnberg tritt auf der Stelle

Der 1. FC Heidenheim hat seine Chancen auf den Aufstieg in der 2. Bundesliga gewahrt und den Aufwärtstrend des SV Wehen Wiesbaden gestoppt. Der 1. FC Nürnberg hat einen befreienden Heimsieg im Abstiegskampf verpasst.

Die Franken kamen bei ihrer Geisterspiel-Premiere im Max-Morlock-Stadion gegen Erzgebirge Aue am Freitagabend nicht über ein 1:1 hinaus. Beide Tore erzielten die Gäste: Dimitrij Nazarov traf mit dem Kopf (51. Minute). Doch Abwehrspieler Sören Gonther (63.) traf bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor. Der „Club“ muss mit 30 Punkten weiter bangen, auch wenn er am Ende dem Sieg nahe kam: Kapitän Hanno Behrens traf den Pfosten (80.). Aue verbesserte sich auf 38 Zähler.

Die Reise der Gäste nach Franken war von einem Schreckmoment überschattet, weil der Teambus in einen Unfall verwickelt wurde. Beim Spiel passierte dann zunächst wenig. Es dauerte bis zu den ersten Großchancen: Behrens scheiterte aus acht Metern an Aues gutem Keeper Martin Männel (35.). Florian Krüger schoss auf der Gegenseite ebenfalls freistehend am Nürnberger Tor vorbei (39.).

Die zweite Großchance nutzten die Gäste. Nazarov traf bei seinem zehnten Saisontor nach einer Flanke von Krüger mit dem Kopf. Robin Hack köpfte auf der Gegenseite Männel an (54.). Das 1:1 erzwang Behrens mit einem energischen Einsatz im Strafraum. Gonther wollte klären, drosch den Ball aber bei seinem Versuch ins eigene Tor.

Ganz anders Heidenheim: Das Team von Trainer Frank Schmidt gewann am Freitagabend vor leeren Rängen mit 1:0 (0:0) und schob sich damit bis auf einen Zähler an Rang drei heran. Die Hessen verpassten nicht nur den dritten Sieg in Serie, sondern auch den seit Monaten erwarteten Sprung aus der Abstiegszone.

Für das entscheidende Tor sorgte der eingewechselte Tobias Mohr (70. Minute) mit einem direkten Freistoß. Der starke Gästekeeper Heinz Lindner konnte trotz mehrerer guter Paraden die Niederlage seines Teams nicht verhindern. Das mögliche Ausgleichstor von Törles Knöll (80.) zählte nach einer Entscheidung des Video-Referees wegen einer Abseitsposition nicht.

In der Vorwoche hatte Heidenheim mit dem 0:3 in Bochum noch einen Fehlstart nach der zweimonatigen Corona-Pause hingelegt. Der Aufsteiger aus Hessen wahrte mit dem Last-Minute-Sieg gegen den VfB Stuttgart (2:1) den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen. Die Fans sprachen sich mit einem Transparent gegen die zügige Fortsetzung der Bundesliga aus. „Profifußball systemrelevant? Hauptsache das Premiumprodukt existiert weiter“, hieß es auf dem Banner in der menschenleeren Kurve.

(pabie/dpa)