Wuppertaler SV: Verein beantwortet Fragen von Fans

Verein beantwortet Fragen von Fans: So steht es wirklich um den Wuppertaler SV

Der Wuppertaler SV steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten. Nachdem die Fans den Verein für seine Infomationspolitik kritisiert hatten, hat der Klub nun Antworten auf seiner Homepage gegeben.

Es ist eine viel bemühte Phrase, das aber macht sie nicht weniger zutreffend: Dem Wuppertaler Sportverein steht das Wasser bis zum Hals. Der Verein hat Zahlungsschwierigkeiten, ein weiteres Mal, nachdem der Klub vom Stadion am Zoo im Jahr 2013 in ein Insolvenzverfahren gegangen war.

Die Fans machen sich entsprechend Sorgen. Hundert von ihnen haben einen Fragenkatalog unterschrieben und dem Vorstand überreicht. Die Fans wollen wissen: Wie kann es sein, dass der Verein in diesem Maße rote Zahlen schreibt? „Das ist gut, denn die Fragen sind berechtigt und zeigen das überaus große Interesse am WSV“, schreibt der Vorstand, der nun Stellung nimmt.

Bekannt war, dass der aktuell Tabellensechste der Fußball-Regionalliga West 260.000 Euro Verbindlichkeiten vor sich her schiebt. Unklar war aber, auf welche Posten sich die Summe verteilt. Wie der Verein nun mitteilt, entfallen 60.000 Euro auf Altlasten - und 200.000 Euro auf Posten aus der laufenden Saison, größtenteils entstanden durch eine falsche Zuschauerkalkulation. „Bei den Altlasten handelt es sich zum größten Teil um Zahlungen an die Berufsgenossenschaft, Krankenkassen und Umsatzsteuer. Die restlichen 200.000 Euro teilen sich auf Dutzende Empfänger auf. Es handelt sich dabei nicht um einzeln zusortierbare Rechnungen, sondern die laufenden Zahlungen wie Gehälter, Umlagen und Spieltagsausgaben. Die Summe von 200.000 Euro errechnet sich aus den bis zum Saisonende (30. Juni 2019) zu erwartenden Einnahmen, abzüglich der zu erwartenden Ausgaben“, heißt es in der Stellungnahme. Und weiter: „Die 60.000 Euro sind sofort fällig. Die restlichen 200.000 Euro werden im Laufe der restlichen Saison fällig werden, insbesondere in den Monaten April bis Juni.“ Kommt der Verein den Zahlen nicht nach, ist der Verein zahlungsunfähig. „Im Falle einer Insolvenz entscheidet der vorläufige Insolvenzverwalter, ob der Spielbetrieb (zunächst) weitergeführt oder eingestellt wird.“ Dem Vorstand des Vereins sei der Sachverhalt seit Ende Dezember 2018 bekannt.

(sef)
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