Wuppertaler SV startet Crowdfunding-Aktion

Traditionsklub steckt in finanziellen Nöten: Wuppertaler SV startet Crowdfunding-Aktion

Der Wuppertaler SV kämpft gegen den finanziellen Kollaps. Dem Traditionsklub droht die Insolvenz. Nun bittet der Regionalligist seine Fans um Hilfe. Für jede Spende gibt es eine Prämie.

Der Wuppertaler SV steckt in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Innerhalb kürzester Zeit muss der Klub 260.000 Euro aufbringen. Ansonsten droht die Insolvenz. Die Lage ist ernst.

Unter dem Motto: „Alles oder nichts. Dein Euro für den WSV“ hat der Klub am Mittwochabend eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Fans können den klammen Klub nun finanziell unterstützen. „Unser Verein steht am Scheideweg und braucht jegliche Unterstützung! Wir müssen ganz Deutschland zeigen, dass Tradition nicht sterben darf“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Bei der Crowdfunding-Aktion können Unterstützer einen beliebigen Betrag spenden. Jeder Euro zählt - und wird prämiert. Für einen Euro gibt es beispielsweise ein WSV-Teelicht, für zehn Euro einen WSV-Ball und für 50 Euro erhält man eine Führung durch das Stadion am Zoo.

„Bis zum 19.01.2019 müssen 100.000 Euro für den Fortbestand des Vereins gesichert sein“, heißt es weiter. Neun Tage bleiben dem Verein also noch, um das Geld zusammenzubekommen. Bislang sind bereits 20.301,31 Euro (Stand: Donnerstag, 14:25 Uhr) gespendet worden. Sollte die Zielsumme nicht erreicht werden, behalten die Spender ihr Geld.

Erst im Dezember hatte der ebenfalls in der finanziellen Krise steckende Wattenscheid 09 eine ähnliche Aktion gestartet. Mit der Kampagne „Rettet die SG Wattenscheid 09“, die aktuell von 1826 Personen unterstützt wird und noch vier Tage läuft, hat man allerdings erst 123.257 Euro von den benötigten 350.000 Euro aufgetrieben. Für Ärger sorgte zudem ein vermeintlich großzügiger Spender, der sich als „Möchtegerndarsteller“ entpuppte, wie der Verein mitteilte.

Neben der Crowdfunding-Aktion möchte der WSV auch frisches Geld aus der Einführung einer Zehn-Jahres-Dauerkarte zum Preis von 1019,54 Euro für Vollzahler sowie einer lebenslangen Mitgliedschaft für 1954 Euro einnehmen.

Weitere Fixkosten sollen zudem bei den Spielergehältern eingespart werden. Der Verein rechnet hier mit rund 100.000 Euro. Wie „Reviersport“ berichtete, sollen sich die aktuellen WSV-Spieler noch in der Wintertransferperiode einen neuen Verein suchen. Die Saison solle mit günstigen Nachwuchsleuten zu Ende gespielt werden. Nach 21 Spieltagen belegt der WSV den sechsten Tabellenplatz.

(old)
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