Wuppertaler SV hat schon 50.000 Euro eingenommen

Spenden-Aktion: Wuppertaler SV hat schon 50.000 Euro eingenommen

Fans des Wuppertaler SV kämpfen mit allen Mitteln um ihren Verein. Erste Erfolge gibt es schon. Aber die Rettung scheint noch weit entfernt.

Die Fans des Wuppertaler SV setzen alle Hebel in Bewegung, um ihren Klub vor dem finanziellen Kollaps zu bewahren, der ganz sicher droht, wenn es dem Traditionsverein nicht gelingt, in kurzer Zeit eine Menge Geld aufzubringen. Mit einer Crowdfunding-Aktion hat der aktuell Tabellensechste der Regionalliga West in wenigen Tagen mehr als 50.000 Euro eingenommen. Das ist gut die Hälfte der Summe, die zusammenkommen muss, damit der WSV das Geld auch tatsächlich einnimmt. Sieben Tage lang haben Wohlwollende noch die Gelegenheit mitzumachen. Kommen die 100.000 Euro nicht zusammen, erhalten die Spender ihr Geld zurück.

Die Bergischen schieben einen Berg von 260.000 Euro Verbindlichkeiten vor sich her. 60.000 Euro davon entfallen auf Altlasten, 200.000 Euro auf verschiedene Posten aus dem laufenden Spielbetrieb. Die 60.000 Euro muss der Verein sofort aufbringen. Kommt der Verein den Zahlungen nicht nach, ist eine Insolvenz fast unumgänglich.

Die Fans beteiligen sich direkt an der Crowdfundig-Aktion. Das Bündnis „Aktive Gegengerade“ wird ein Benefizfestival veranstalten, bei dem Geld zusammenkommen soll. Außerdem bieten die Fans Arbeiten an: Für eine 50-Euro-Zahlung werden etwa zwei Stunden Rasenmähen angeboten, für 99,54 Euro streichen Fans ein Zimmer, für 50 Euro gibt es zwei Stunden professionelle Treppenhausreinigung.

Der Verein selbst will durch Sparmaßnahmen zur finanziellen Konsolidierung betragen. Einige Leistungsträger sollen den Verein im Winter verlassen, Jugendspieler sollen entsprechend in den Kader nachrücken. Stürmer Christoph Kramer hat den Verein bereits verlassen. Er wechselt in die Regionalliga Südwest. 42 Tore schoss er in seinen Spielen für den Wuppertaler SV und wurde in der vergangenen Regionalliga-Spielzeit Torschützenkönig. Ob es eine Ablösesumme gab, ist unklar.

Mehr von RP ONLINE