WM-Qualifikation: Frankreich blamiert sich, Oranje wahrt WM-Chance

WM-Qualifikation: Frankreich blamiert sich, Oranje wahrt WM-Chance

Die niederländische Nationalmannschaft hat die Chance auf eine Qualifikation für die WM-Endrunde gewahrt. Oranje besiegte Bulgarien in Amsterdam 3:1 (1:0) und schaffte drei Tage nach dem 0:4-Debakel in Frankreich den dringend benötigten Erfolg.

Tabellenführer Frankreich kam gegen Luxemburg, die Nummer 136 der Fifa-Weltrangliste, dagegen sensationell nicht über ein 0:0 hinaus und hat nach dem blamablen Auftritt in Toulouse nur noch einen Zähler Vorsprung auf Verfolger Schweden.

Die Niederlande, die bereits die Europameisterschaft 2016 in Frankreich verpasst hatten, schoben sich mit 13 Punkten vorbei an den Bulgaren (12) auf Rang drei. Schweden feierte in Weißrussland einen souveränen 4:0 (3:0)-Sieg und festigte mit 16 Zählern Rang zwei.

Europameister Portugal mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo schlug Ungarn in Budapest 1:0 (0:0). Andre Silva (48.) erzielte das Tor für die Portugiesen, die ab der 30. Minute nach einem Ellenbogenschlag von Ungarns Tamas Prsikin, der die Rote Karte sah, in Überzahl spielten.

Portugal hat zwei Spieltage vor Schluss noch drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Schweiz. Die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic gewann bei Schlusslicht Lettland standesgemäß 3:0 (1:0) und hat gute Chancen auf die vierte WM-Teilnahme in Serie.

Der ehemalige Frankfurter Haris Seferovic (9.), Blerim Dzemaili (54.) und Ricardo Rodriguez (58.) per Foulefmeter erzielten die Treffer für die "Nati". Verteidiger Jan Verthongen (70.) und 100-Millionen-Stürmer Romelu Lukaku (75.) trafen für die Belgier, Griechenlands Zeca (73.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Mittelfeldspieler Davy Pröpper (7./80.) per Doppelpack und Kapitän Arjen Robben (67.) von Bayern München sorgten mit ihren Toren für den verdienten Oranje-Sieg. Georgi Kostadinow (69.) erzielte für die Gäste den Anschlusstreffer.

RB Leipzigs Emil Forsberg (18.) eröffnete den schwedischen Torreigen, Christoffer Nyman (24.) vom Zweitligisten Eintracht Braunschweig, der ehemalige HSV-Stürmer Marcus Berg (37.) und Andreas Granqvist (84., Foulelfmeter) erhöhten weiter.

Die neun europäischen Gruppensieger erreichen direkt die WM-Endrunde 2018 in Russland, die acht besten Gruppenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Plätze aus.

(ems/sid)