Turnier in Katar Modus und Regeln der WM 2022

Doha · 32 Teams, 64 Spiele - und am Ende ein Weltmeister. Was so simpel klingt, funktioniert nur aufgrund eines langen Reglements. Wie dieses für das Turnier in Katar aussieht und was für Fans wichtig ist.

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Foto: dpa/Tom Weller

Seit 20. November läuft in Katar die 22. Fußball-Weltmeisterschaft. 32 Mannschaften spielen um den Titel, insgesamt 64 Partien werden ausgetragen. Was die Regeln angeht, ist vieles altbekannt. Es kommt aber auch eine neue Technologie zum Einsatz. Und was die Schiedsrichter betrifft, wird Deutschland diesmal nur minimal vertreten sein.

Schiedsrichter: Daniel Siebert aus Berlin ist nach dem internationalen Karriereende von Felix Brych der einzige deutsche Schiedsrichter beim Turnier. Der 38-Jährige steht als einer von insgesamt 36 Referees auf der WM-Liste des Weltverbandes Fifa. Erstmals sind drei Frauen darunter: Stéphanie Frappart aus Frankreich, Salima Mukansanga aus Ruanda und Yoshimi Yamashita aus Japan. Hinzu kommen 69 Schiedsrichterassistenten bzw. -assistentinnen und 24 Videoreferees. Unter den Unparteiischen vor den Bildschirmen sind die Deutschen Marco Fritz und Bastian Dankert.

Technologie: Neben dem aus der Bundesliga bekannten Videobeweis und der Torlinientechnologie kommt ein weiteres technisches Hilfsmittel zum Einsatz: die halbautomatische Abseitstechnologie. Mithilfe eines Chips im Ball und von mehreren Kameras im Stadion sollen so selbst minimalste Abseitsstellungen schnell und genau erfasst werden. Die Daten werden von einem der Videoassistenten geprüft und direkt an den Referee auf dem Spielfeld weitergeleitet.

Modus: Die 32 Mannschaften spielen in acht Vorrundengruppen um den Einzug in die K.o.-Phase. Die jeweils zwei besten Teams jeder Gruppe ziehen ins Achtelfinale ein. Anschließend geht es im Viertelfinale, Halbfinale und Finale weiter. Steht es in den K.o.-Spielen nach 90 Minuten Unentschieden, folgt wie üblich eine Verlängerung von 2x15 Minuten. Ist auch dann kein Sieger ermittelt, kommt es zum Elfmeterschießen.

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Punktgleichheit: In der Gruppenphase ist es etwas komplizierter. Wichtig für die Fans ist vor allem, nach welchen Kriterien die Teams in die K.o.-Runde einziehen. Die gute Nachricht: Komplizierte Rechenaufgaben gibt es nicht.

Für das Achtelfinale qualifizieren sich in jeder der acht Vierergruppen die Sieger und Zweitplatzierten. Sind nach den Gruppenspielen Teams punktgleich, entscheiden folgende Kriterien:
- Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
- Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen
- Anzahl Punkte aus dem direkten Vergleich
- Tordifferenz aus den Direkt-Begegnungen
- Anzahl der in den Direkt-Begegnungen erzielten Tore
- Fair-Play-Wertung (mit Minuspunkten für Gelbe 1, Gelb-Rote 3 und Rote Karten 4)
- Losentscheid

Karten: Bekommt ein Spieler in der Gruppenphase in zwei verschiedenen Spielen jeweils eine Gelbe Karte, ist er für das nächste Spiel gesperrt. Einzelne Gelbe Karten werden nach dem Viertelfinale gestrichen. Ein Spieler oder Teamoffizieller, der aufgrund einer roten oder einer gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde, ist für das nächste Spiel seines Teams automatisch gesperrt. Im Falle eines direkten Feldverweises können weitere Sanktionen verhängt werden.

Kader: Anders als sonst dürfen die Nationaltrainer für die WM 26 statt 23 Spieler nominieren. Das hängt zum einen mit der hohen Belastung der Profis vor der WM und zum anderen mit der erhöhten Ausfallgefahr durch Corona zusammen. Vorab musste Bundestrainer Hansi Flick bereits eine sogenannte provisorische Liste mit bis zu 55 Spielern bei der Fifa einreichen.

(dpa/old)
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