WM 2026: DFB kritisiert Vergabe an USA wegen Donald Trump

Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko : Trump feiert WM-Vergabe - Kritik vom DFB-Chef

Nachdem sich US-Präsident Trump mit politischen Drohungen in die Vergabe der WM 2026 einmischte, bekam sein Land als Co-Gastgeber den Zuschlag. Während der FIFA-Präsident damit kein Problem hatte, kamen aus Deutschland kritische Worte - zumindest einige wenige.

Der Fußball-Weltverband FIFA und die Co-Gastgeber Mexiko und Kanada fürchten keinen negativen Einfluss durch US-Präsident Donald Trump auf die WM 2026 in den drei amerikanischen Ländern. „Ich bin nicht besorgt und am wenigsten über den Präsidenten der USA“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino am Mittwoch nach dem Kongress in Moskau. „Ich denke nicht, dass irgendwer versucht, die FIFA zu übernehmen.“ Trump wäre selbst bei einer Wiederwahl nur längstens bis Anfang 2025 im Amt.

Der Dreierbund hatte sich bei der Vergabe der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmern im Votum der FIFA-Mitgliedsverbände mit deutlichem Vorsprung auf Marokko durchgesetzt. US-Präsident Trump hatte sich unter anderem mit einer politischen Drohung an Länder, die sich für die Afrikaner entscheiden sollten, in den Wahlkampf eingemischt.

Grindel kritisiert - sieht aber keine Einflussnahme

„Ich habe das für nicht richtig gehalten“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Der klare Vorsprung bei der Wahl zeige aber, dass das keinen Einfluss gehabt habe. „Das deutliche Votum ist auch im Interesse des Sports gut. Ich kenne niemanden bei meinen Kollegen, auch über die UEFA hinaus, der so etwas gesagt hätte wie: Meine Heimatreagierung zwingt mich, anders zu entscheiden, als ich es gewollt habe.“

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Trotz des angespannten politischen Verhältnisses der USA zu Mexiko und Kanada erwarten die Verbände keine Schatten auf den WM-Vorbereitungen. „Ich denke nicht, dass (Kanadas Premier Justin) Trudeau schwach ist“, sagte der kanadische Verbandschef Steve Reed mit Blick auf eine derartige Bemerkung Trumps über Trudeau.

Die Unterstützung, die ihre Bewerbung von allen drei Regierungen erhalten habe, sei überwältigend gewesen, betonte Reed. „Und Dinge kommen und gehen. Die Politik von heute muss nicht die Politik von morgen oder in fünf Jahren sein.“ Selbst wenn Trump wiedergewählt werden sollte, würde eine zweite Amtszeit vor WM-Beginn enden.

Der US-Präsident jubelte am Mittwochmorgen seiner Zeit über den Zuschlag. „Gratulation - ein großes Ergebnis harter Arbeit!“ schrieb Trump auf Twitter zur WM-Vergabe.

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(dpa)
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