Aufmunternde Worte nach WM-Aus Frankreich-Star Griezmann spricht Kimmich Mut zu

Update | Al-Sadd · Das nächste WM-Desaster hat Spuren hinterlassen. Allen voran Joshua Kimmich hat das Aus der deutschen Nationalmannschaft hart getroffen. Aufmunterung bekommt er aus Frankreich.

 Joshua Kimmich.

Joshua Kimmich.

Foto: dpa/Lennart Preiss

Im Moment der Blamage wirkte Joshua Kimmich konsterniert und untröstlich. Nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft sprach er mit Tränen in den Augen vom „schlimmsten Tag meiner Karriere“. Schmerz und Betroffenheit über den WM-K.o. waren dem Profi des FC Bayern München deutlich anzumerken.

Am Tag darauf meldete sich Frankreichs Stürmerstar Antoine Griezmann zu Wort - und sprach Kimmich über die sozialen Medien Trost zu. „Du bist ein großartiger Spieler! Du wirst wieder aufstehen Joshua“, schrieb der Offensivspieler von Atlético Madrid auf Spanisch bei Twitter. Seine aufmunternden Worte ergänzte er mit einem weißem Herz-Emoji.

Er antwortete damit auf einen Tweet des italienischen Journalisten und Transfer-Experten Fabrizio Romano, der die Aussagen von Kimmich gepostet hatte. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern hatte nach dem Vorrunden-Aus am Donnerstag unter anderem erklärt: „Ich habe Angst davor, echt in ein Loch zu fallen.“ Kimmich, Anführer der Generation 1995/96, die vor gut fünf Jahren mit dem Sieg beim Confederations Cup für den letzten Turnier-Glücksmoment der Nationalmannschaft gesorgt hatte, sah sich in der Verantwortung für die erneute Enttäuschung. Für Kimmich war es nach der frühen Aus bei der WM 2018 in Russland und dem dürftigen Abschneiden bei der EM 2020 in England bereits das dritte Turnier, das frühzeitig endete.

Auf der Pressekonferenz der französichen Nationalmannschaft erklärte Griezmann zudem. „Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er ist ein Kollege aus dem Fußball. Ich wollte ihm nur zeigen: ich war auch dort.“ Der Franzose hatte in den vergangenen Jahren ebenfalls schwierige Phasen durchlaufen. 2019 war er für 120 Millionen Euro von Atletico zum FC Barcelona gewechselt. Ein Wechsel, den ihm viele Atletico-Anhänger übel nahmen. Bei den Katalanen konnte er jedoch nicht vollends überzeugen, musste sich oft mit der Reservistenrolle zufrieden geben. 2021 kehrte er zunächst auf Leihbasis nach Madrid zurück, ehe die Rojiblancos den Angreifer fest verpflichteten.

Ein Ende seiner DFB-Karriere schloss Kimmich nach dem bitteren dritten Turnier-Aus nacheinander aber aus. „Nein“, lautete die kurze Antwort auf die Frage nach einem möglichen Rücktritt. Ein Makel bleibt nun aber an seiner Laufbahn haften, befürchtet Kimmich. „Das ist schon für mich persönlich nicht so einfach zu verkraften. Weil ich persönlich mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht werde“, sagte er.

Mit etwas Abstand gab sich Kimmich aber kämpferisch. Er werde zwar Zeit brauchen, um alles zu analysieren und die richtigen Lehren daraus zu ziehen, schrieb Kimmich zwei tage nach dem WM-Aus bei Instagram, aber: „In spätestens vier Wochen heißt es dann wieder Attacke, denn Aufgeben ist niemals eine Option.“

(old/dpa)
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