WM 2018: Shitstorm gegen Kommentator Steffen Simon nach Halbfinale

WM-Halbfinale: Shitstorm gegen ARD-Kommentator Simon

Steffen Simon ist ein erfahrener Live-Kommentator der ARD. Das schützt jedoch nicht vor peinlichen Patzern. Einer unterlief ihm schon vor dem Anpfiff des WM-Halbfinals Frankreich gegen Belgien. Doch nicht nur deshalb gab es einen Shitstorm im Netz.

Steffen Simon hatte im Grunde schon verloren, da hatte die Partie zwischen Frankreich und Belgien noch gar nicht begonnen. Als sich die beiden Mannschaften zu den Nationalhymnen aufstellten, sagte Simon, eines der Teams würde die Hymne heute zum letzten Mal bei der WM hören. Und vergaß damit völlig das Spiel um Platz drei.

Dass er seinen Fauxpas wenige Minuten später damit erklären wollte, dass im kleinen Finale ja ganz andere Aufstellungen zu erwarten seien, machte die Sache nur noch schlimmer. Doch nicht nur wegen seines Hymnen-Patzers regten sich viele Zuschauer nach der Partie im Netz über Simons Leistung auf. Der Tenor des Shitstorms: Der ARD-Kommentator kam nicht an das hohe Niveau des WM-Halbfinales heran.

Vor allem Simons Schwierigkeiten bei der Akzentuierung einiger Spielernamen nervte die Zuschauer. Ob die Franzosen Hugo Lloris, Samuel Umtiti und Antoine Griezmann oder Belgiens Toby Alderweireld: Simon hatte bei der Aussprache ihrer Namen mehrere Versionen parat. „Eigentlich warte ich nur darauf, dass Steffen Simon den belgischen Torwart „Körtis“ ausspricht“, schrieb dazu ein User auf Twitter.

Ein weiterer Kritikpunkt im Netz war Simons Meinung zum Verhalten der Franzosen in der sechsminütigen Nachspielzeit. Der 53-Jährige nannte die Spielweise clever und abgezockt. Auf Kylian Mbappés Unsportlichkeit, als er den Ball für einen Einwurf Belgiens nicht hergab und dafür auch Gelb sah, ging Simon nicht ein.

Simon ist ein Routinier am Mikrofon, im November 2002 kommentierte er erstmals ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der ARD. Zudem ist er seit 2006 Sportchef des WDR. Doch gerade das kann ebenfalls die Kritiker auf den Plan rufen. „Steffen Simon kommentiert Fußball-Spiele, obwohl niemand das will. Praktisch, Sportchef zu sein“, hieß es dazu in einem Tweet.

(togr)