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WM 2018: Schiedsrichter sollen knappe Abseitssituation nicht abpfeifen

Wegen Videobeweis : WM-Schiedsrichter sollen knappe Abseitssituation nicht abpfeifen

Die Fußball-Fans müssen sich bei der WM in Russland durch die Premiere des Videobeweises vermehrt auf verfrühten Torjubel einstellen.

Die Schiedsrichter-Assistenten sollen knappe Abseitssituationen zunächst zugunsten der angreifenden Mannschaft entscheiden, sagte Ex-Referee Pierluigi Collina als Chef der Fifa-Schiedsrichterkommission am Dienstag.

Im Zweifel solle das Spiel lieber weiter laufen, damit keine Torchance möglicherweise fälschlich abgepfiffen wird. „Wenn ein Unparteiischer nicht unterbricht, dann nicht, weil er Angst hat, einen Fehler zu machen, sondern weil er die Anweisung hat“, erklärte Collina.

Nach einer Testphase in mehreren nationalen Ligen wie der Bundesliga, dem Confederations Cup und Länderspielen kommt der Videobeweis nun auch offiziell bei der WM zum Einsatz. Durch die Überprüfungen könnte sich dabei auch die Nachspielzeit verlängern. „Wer werden uns alle Zeit nehmen, um zu überprüfen, ob es eine klare Rote Karte war“, sagte Massimo Busacca, Leiter der Fifa-Schiedsrichterabteilung. „Wenn es darum geht, dass das Image des Fußballs nicht respektiert wird, können wir sogar zehn Minuten lang das Video anschauen, um zu erkennen, was genau passiert ist.“

(dpa)