WM 2018: Robbie Williams zeigt bei der Eröffnungsfeier den Mittelfinger

WM 2018: Williams zeigt bei Eröffnungsfeier den Mittelfinger

Mit der Eröffnungsfeier hat offiziell die Weltmeisterschaft 2018 in Russland begonnen. Dabei sorgte Robbie Williams für den ersten kleinen Skandal. Während seines Auftritts streckte der britische Pop-Star seinen ausgestreckten Mittelfinger in die Fernsehkameras.

Robbie Williams stand im Mittelpunkt der kurzen Eröffnungsfeier vor dem ersten WM-Spiel zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Moskauer Luschniki-Stadion. Vier seiner größten Hits gab Williams im roten Anzug mit glitzerndem Leoparden-Muster zum Besten - den Auftakt machte er mit "Let Me Entertain You".

Die farbenfrohe Show war geprägt von tänzerischen und musikalischen Elementen. Mehrere russische Künstler, darunter Operndiva Aida Garifullina zelebrierten klassische Musik - unter anderem vom russischen Komponisten Peter Tschaikowsky. Im Duett gaben Williams und Garifullina den Williams-Klassiker "Angels" zum Besten.

Doch damit nicht genug. Während seines letzten Songs („Rock DJ“) ließ sich der Brite zu einer provokanten Geste hinreißen. Der 44-Jährige zeigte er bei der Zeile "I did this for free" den Mittelfinger in die Kamera.

Es blieb zunächst unklar, welche Botschaft der Musiker damit an wen übermitteln wollte.

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In den sozialen Netzwerken wurde spekuliert, der britische Künstler könne auf Kritik aus der Heimat an seinem Auftritt in Russland reagiert haben. Das russische Internetportal „lenta.ru“ vermutete dagegen, Williams habe den Russen den Finger gezeigt. Die Eröffnungsfeier war weltweit live übertragen worden.

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Der prominente Kreml-Kritiker Bill Browder hatte Williams im Vorfeld für dessen Auftritt in Moskau scharf kritisiert. „Es gibt viele Wege Geld zu verdienen, Robbie Williams, aber seine Seele an einen Diktator zu verkaufen, sollte keiner davon sein. Schäm Dich!“, schrieb Browder auf Twitter als Reaktion auf Williams' Ankündigung, in Moskau aufzutreten.

Browder zählte mit seiner Fondsgesellschaft einst zu den größten Investoren in Russland. Der gebürtige US-Amerikaner mit britischer Staatsbürgerschaft hatte vor einigen Jahren durch die Enthüllung eines Finanzskandals internationale Sanktionen gegen Moskau auf den Weg gebracht. Browder selbst bezeichnet sich als „Staatsfeind Nummer eins“ für Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

Auch Englands diskutierfreudiger Ex-Fußballstar Gary Lineker ging auf die provokante Geste des Popstars ein, wollte sich aber nicht an den Spekulationen über die Motive beteiligen. „Diese WM-Eröffnungsfeier war genauso Müll wie alle anderen. Fangt mit dem Fußball an“, schrieb Lineker auf Twitter.

(old)