WM 2018: Philipp Lahm war der ARD als Experte zu langweilig

Sportkoordinator kritisiert Ex-Nationalspieler : ARD von WM-Experte Philipp Lahm enttäuscht

Philipp Lahm war bei der WM in Russland für die ARD als Experte tätig. Doch der Sender war mit der Arbeit des Ex-Nationalspielers offenbar nicht immer zufrieden.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hat Philip Lahm für seine Experten-Tätigkeit während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland kritisiert.

„Philipp Lahm in unserem Team zu haben war aufgrund seiner Erfahrung sicher sehr belebend“, sagt Balkausky dem Magazin „Sport Bild“. „Manchmal hätten wir uns aber noch mehr von diesem Erfahrungsschatz und noch deutlichere Einschätzungen gewünscht“, sagte Sportkoordinator des öffentlich-rechtlichen Senders. Mit seiner deutlichen Kritik auch an Bundestrainer Joachim Löw im sozialen Netzwerk LinkedIn hatte Lahm nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt.

Lahm, Nationalmannschafts-Kapitän beim WM-Triumph vor vier Jahren in Brasilien, hatte sich auch in der ARD für eine Änderung des Führungsstils von Bundestrainer Löw ausgesprochen. „Ich denke, dass man mit der neuen Generation und den neuen Leuten nach so einem Ereignis die Ansprache auch verändern sollte“, hatte der 34 Jahre alte frühere Fußballer des FC Bayern München am vergangenen Samstag in einer TV-Sendung festgestellt. „Wir werden mit Philipp Lahm sicherlich noch einmal grundsätzlich über unsere gemeinsamen Sendungen sprechen. Bislang gab es dazu allerdings noch keine Möglichkeit“, sagte Balkausky.

(old/dpa)