WM 2018: Lothar Matthäus wehrt sich gegen Kritik an Foto mit Wladimir Putin

Debatte um Doppelmoral: Lothar Matthäus wehrt sich gegen Kritik an Foto mit Wladimir Putin

Der fünfmalige WM-Teilnehmer und Fußball-Weltmeister von 1990, Lothar Matthäus, hat Kritik an seinem Auftritt bei Wladimir Putin im Kreml zurückgewiesen.

„Politik und Sport lassen sich nicht trennen, aber für uns Sportler zählt nur der friedliche und faire Wettkampf“, erklärte der Rekordnationalspieler am Sonntag auf Twitter nach Anbiederungsvorwürfen. „Die Menschen in Russland haben eine fantastische WM organisiert und zeigen der Welt ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit, dafür gebührt ihnen Dank! Diesen Dank habe ich ausgesprochen.“

Matthäus war am Freitag als eine von mehreren FIFA-Legenden beim russischen Präsidenten Putin im Kreml eingeladen. „Dies ist einer der besten World Cups, die ich in den vergangenen 40 Jahren gesehen habe, vielen Dank für diesen World Cup, Mister President“, zitierte „Russia Today“ seine Worte bei einem Empfang. Er habe eine besondere Beziehung zu dem Land. „Ich bin halber Russe“ - seine Frau Anastasia Klimko stamme „aus dem Norden, aber sie ist in Moskau aufgewachsen“. Er fühle sich in Moskau „zu Hause, nicht nur wegen meiner Frau. Ich komme immer mit einem Lächeln hierher.“

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In seiner Entgegnung auf öffentliche Kritik - auch in der „Bild“-Zeitung, für die Matthäus WM-Kolumnen schreibt - betonte Matthäus außerdem auf Twitter: „Sport verbindet Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen und kann helfen, Brücken zu bauen und Dialoge zu fördern. Das ist besser als Abschottung, Boykott und nicht mehr miteinander zu sprechen.“

(dpa)