WM 2018: Kritik an Russlands Hotelpreisen

WM 2018: Kritik an Russlands Hotelpreisen

Im Kampf gegen Preiswillkür bei der WM 2018 hat Gastgeber Russland die Kosten für Hotelzimmer während des Turniers gesetzlich festgelegt. In der Hauptstadt Moskau, in der das Eröffnungsspiel und das Finale stattfinden, dürfe das Zimmer in einer Drei-Sterne-Unterkunft nicht mehr kosten als 28 000 Rubel (derzeit etwa 300 Euro), teilte die russische Regierung am Sonntag mit.

In der ehemaligen Zarenstadt St. Petersburg wurde der Höchstpreis für Drei-Sterne-Zimmer demnach auf 30 000 Rubel (rund 350 Euro) fixiert. Das billigste Hotelzimmer während der Weltmeisterschaft soll mit 2250 Rubel (etwa 25 Euro) in der Wolga-Stadt Samara zu bekommen sein.

Kurz nach Veröffentlichung stießen vor allem die Untergrenzen in St. Petersburg (4600 Rubel/50 Euro) und Moskau (3480 Rubel/45 Euro) auf Kritik. Im Internet machten russische Fans ihrem Ärger Luft. "Bei der WM 2006 in Deutschland waren die Zimmer nicht halb so teuer", hieß es etwa in einem Diskussionsforum. Ein anderer Fan schrieb unter Hinweis auf den WM-Gastgeber 2022: "Sind wir in Russland - oder in Katar?"

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Der russische Fußballverband verweist mit Blick auf die verbreitete Vetternwirtschaft darauf, dass Preisspannen für Planungssicherheit sorgen sollen. Kritiker meinen aber, dies habe schon 2012 bei der Fußball-EM in der Ukraine zu einer Grauzone bei Unterkünften geführt.

(dpa)