WM 2018: Senegal im Porträt

WM-Starter Senegal im Porträt: Die Erben von Diouf - Senegal träumt von neuem Coup

Zum erst zweiten Mal hat sich Senegal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team von Bundesliga-Profi Salif Sane will an die Glanzmomente von der WM 2002 anknüpfen und setzt dabei auf einen Liverpool-Star.

Ein Bundesliga-Star, viel Power aus der Premier League und ein WM-Held auf der Bank - Senegal wittert bei seinem zweiten Auftritt auf der Fußball-Weltbühne erneut die Chance auf Überraschungen. So wie 2002, als El Hadji Diouf und Co. in Südkorea und Japan für Begeisterung sorgten und erst im Viertelfinale unglücklich ausschieden.

Knapp 16 Jahre sind die goldenen Momente der "Löwen von Teranga" nun alt. Aliou Cisse erlebte sie damals hautnah auf dem Rasen mit, als damaliger Kapitän. Jetzt will er als Trainer für die nächsten Feierstunden in der Hauptstadt Dakar sorgen.

Im flexiblen Spielsystem - die Afrikaner wechseln zwischen einer Dreier- und Viererkette in der Defensive - will der künftige Schalker Salif Sane von Hannover 96 eine wichtige Rolle einnehmen. Der 27-Jährige muss sich im internen Konkurrenzkampf gegen den früheren Werder-Profi Papy Djilobodji (FCO Dijon) und den Ex-Bremer und -Freiburger Fallou Diagne (FC Metz) behaupten.

Noch größer ist das Gedränge in der Offensive - hier verfügt Senegal über starke Individualisten. Neben Topstar Sadio Mane vom FC Liverpool können auch Keita Balde (AS Monaco), Mame Diouf (Stoke City/früher Hannover 96), Diafra Sakho (West Ham United) oder M'Baye Niang (FC Turin) für Torgefahr sorgen.

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Die Auswahl des westafrikanischen Staates hat sich am 10. November mit einem 2:0-Sieg im Wiederholungsspiel in Südafrika qualifiziert. Ursprünglich hatte der Senegal im November 2016 in Südafrika 1:2 verloren. Der Fußball-Weltverband FIFA setzte allerdings ein Wiederholungsspiel an, nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS die lebenslange Sperre gegen den Schiedsrichter der Partie, Joseph Lamptey, wegen Spielmanipulation bestätigt hatte.

Die Hoffnungen sind groß, dass Sane und Co. nun in Russland über sich hinauswachsen. Die Ergebnisse der jüngsten Länderspiele nach der Qualifikation waren allerdings ausbaufähig. Gegen Usbekistan reichte es nur für ein 1:1, von Bosnien-Herzegowina trennte man sich torlos.

In der Vorrundengruppe H beim Weltevent in Russland trifft Senegal auf Kolumbien, Polen und Japan. Die Auswahl des 15 Millionen-Einwohner-Staates ist erneut ein WM-Außenseiter. Wie auch 2002. Als das kongeniale Duo mit Vorbereiter Diouf und Vollstrecker Papa Diop unter anderem den großen Favoriten Frankreich düpierte.

(sid)