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Fifa: Fußball-Weltmeisterschaft alle zwei Jahre ? Ein Vorschlag von Arsene Wenger

Gespräche bei der Fifa : Fußball-WM bald alle zwei statt alle vier Jahre?

Der Fußball-Weltverband Fifa denkt über Weltmeisterschaften im Zwei-Jahres-Rythmus nach – statt wie bisher alle vier Jahre. Dafür könnte die umstrittene europäische Nations League wieder abgeschafft werden.

Der frühere Startrainer Arsène Wenger würde gerne die Wartezeit auf die großen Fußball-Turniere verkürzen. „Wir müssen so wenige Wettbewerbe wie möglich haben. Eine WM und EM alle zwei Jahre würde vielleicht besser in die moderne Welt passen“, sagte der 70-Jährige der „Bild am Sonntag“. Der frühere Coach des FC Arsenal arbeitet inzwischen für den Weltverband Fifa als Direktor für globale Fußballförderung. Die Qualifikationsphase würde er dann „in einen Monat legen“. So würden sich unattraktive Begegnungen im Paket besser verkaufen lassen.

Laut Wenger sei intern in der Fifa auch schon darüber gesprochen worden. „Ich persönlich glaube, dass es ein Schritt nach vorne ist“, sagte Wenger, der nicht damit rechnet, dass durch den verkürzten Rhythmus das Ansehen der Turniere leide. „Leute, die das sagen, denen entgegne ich immer, dass das Ansehen nicht an die Zeit gekoppelt ist, die man wartet, bis wieder gespielt wird – sondern an die Qualität des Wettbewerbs. Champions-League-Spiele schauen die Leute ja auch jedes Jahr“, sagte der Franzose.

Im Dauerkonflikt zwischen der Fifa und der Europäischen Fußball-Union über die Schaffung neuer Wettbewerbe kritisierte Wenger die Nations League der Uefa. „Wir müssen die Nations League loswerden und dafür klarere Wettbewerbe finden, die jeder versteht“, sagte er. „Wenn Sie auf die Straße gehen und Leute fragen, worum es bei der Nations League geht, werden Sie nicht viele finden, die das erklären können.“ Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte zuletzt eine globale Nations League in Spiel gebracht - allerdings organisiert von der Fifa.

In der zurzeit rein europäisch ausgetragenen Nations League hat Deutschland am Samstagabend mit einem knappen 2:1 gegen die Ukraine den ersten Sieg eingefahren. Am Dienstag geht es für das DFB-Team dann in Köln gegen die Schweiz.

(kron/dpa)