WM 2018: Sandro Wagner erklärt Rücktritt aus Nationalteam und greift Joachim Löw an

Nach Nicht-Nominierung: Wagner erklärt Rücktritt aus Nationalteam und greift Löw an

Sandro Wagner (30) hat nach seiner Nicht-Nominierung für die WM in Russland das Kapitel Nationalmannschaft für beendet erklärt - und das Trainerteam um Bundestrainer Joachim Löw ins Visier genommen.

"Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück", sagte der Stürmer von Rekordmeister Bayern München der „Bild“: "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse."

Wagner debütierte erst im vergangenen Juni, in acht A-Länderspielen erzielte er fünf Tore. "Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen", führte Wagner aus, der 2017 mit der DFB-Auswahl in Russland den Confed-Cup gewann.

Er würde allerdings "lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht bin. Die WM wäre eine tolle Sache gewesen", führte der gebürtige Münchner aus: "Ernst nehmen kann ich das natürlich nicht, aber wie ich schon oft gesagt habe, gibt es weitaus wichtigere Dinge im Leben außer Fußball", erklärte Wagner.

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Für den Angriff hatte Bundestrainer Joachim Löw neben dem gesetzten Leipziger Timo Werner und dem erfahrenen Mario Gomez (VfB Stuttgart) überraschend auch den Freiburger Nils Petersen (29/kein A-Länderspiel) für den vorläufigen, 27-köpfigen Kader nominiert.

Wagner hatte als Bayern-Joker seit dem Winter neun Tore erzielt. Erst im Winter war er von 1899 Hoffenheim zu seinem Jugendklub zurückgekehrt, bei dem er in der Saison 2007/08 seine Profikarriere begonnen hatte.

(dpa)
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