WM 2018: Deutschlands gefallene Stars bewältigen WM-Frust

Sonne, Strand und Meer : Gefallene DFB-Stars bewältigen WM-Frust

Während Bundestrainer Joachim Löw sich für eine Fortführung seines Vertrages entschieden hat, bewältigen die gefallenen Weltmeister eine Woche nach dem blamablen Vorrunden-Aus in Russland ihren Frust auf unterschiedliche Weise.

Özil genießt gemeinsam mit Freundin Amine Gülse auf der Ferieninsel Santorin die griechische Sonne und übermittelte gleich eine Liebeserklärung bei Instagram. "Danke, dass du immer für mich da bist. Du bringst mich auch dann zum Lachen, wenn meine Welt aus den Fugen gerät", schrieb Özil und postete dazu ein gemeinsames Urlaubsfoto mit dem Meer im Hintergrund.

Auch Hummels lenkt sich im Süden ab. Einträge seiner Frau Cathy in den sozialen Netzwerken lassen darauf schließen, dass sich der Bayern-Star in Kroatien aufhält. Dabei überwindet Hummels seinen Ärger nicht nur mit Hilfe seines Sohnes und der Sonne. Hummels veröffentlichte auf seinem Instagram-Account ein Bild, auf dem die Anzeige eines Laufbands zu sehen ist. "Wenigstens lässt sich Wut gut in Energie umsetzen", schrieb er dazu.

Diese Energie soll er auch in der kommenden Saison beim deutschen Meister Bayern München zeigen. "Sie werden die Enttäuschung im Urlaub vergessen und können sich dann selbst wieder motivieren", sagte der neue Trainer Niko Kovac über die bei ihrer Titelmission so krachend gescheiterten Nationalspieler.

Dem enttäuschenden Turnierverlauf kann Kovac auch Positives abgewinnen. Es sei ärgerlich, dass die deutsche Mannschaft ausgeschieden sei, meinte Kovac, jedoch: "Ich als Bayern-Trainer bin aber schon ein bisschen glücklich, dass ich die Spieler eher dabei habe."

Vier Wochen gewährt er den Profis Urlaub. Den Anfang verbrachte Thomas Müller in Österreich, wo er seiner Frau Lisa bei einem Dressurturnier kräftig die Daumen drückte. Danach gab es eine Umarmung für Reiterin und Pferd. Seine Gedanken sind indes auch noch um das Aus in Russland. „Auch mit ein paar Tagen Abstand schmerzt das frühe WM-Ausscheiden noch immer gewaltig“, schrieb der Weltmeister von 2014 am Dienstag auf Twitter.

Bilder oder Kommentare von den Nationalspielern zur WM suchte man ansonsten in den vergangenen Tagen vergeblich. Als Gruppensieger hätten sie am Dienstag ihr Achtelfinale gegen die Schweiz absolviert. "Es tut schon immer noch ganz schön weh. Kein Deutschland-Bus mehr, kein Jogi, kein Olli. Schwierig", sagte ZDF-Experte Oliver Kahn.

Die Spieler suchen hingegen Ablenkung. Torhüter Kevin Trapp ist mit Freundin Izabel Goulart in einem Luxushotel auf Capri abgestiegen und nutzte die Zeit für eine Bootstour. Zeit hat auch Julian Brandt. Sein Leverkusener Trainer Heiko Herrlich räumte ihm ein paar Tage Sonderurlaub ein. "Er wirkte auf mich sehr müde. Ich habe ihn gefragt, ob ihm drei Wochen zur Erholung ausreichen. Er antwortete, dass ihm dreieinhalb Wochen schon guttun würden", sagte Herrlich der Bild: "Dann habe ich ihm gesagt: 'Du bekommst ein paar Tage extra. Mach vier Wochen Urlaub'"

Borussia Dortmund zeigte sich bei Marco Reus weniger gnädig. Der BVB startet am 18. Juli Richtung Amerika, Reus muss nachkommen. "Spieler, die in der Vorrunde ausgeschieden sind, haben drei Wochen Urlaub. Demnach werden sie zwei Tage später in die USA nachreisen", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

(togr/SID)