Shitstorm: Lukas Podolski und Mesut Özil posieren mit Soldaten

Nationalspieler posieren mit Soldaten : Shitstorm gegen Podolski und Özil

Der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski gilt als Spaßvogel im Team. Als einer, der gute Laune versprüht. Seine Fans lässt er daran auf so ziemlich allen Kanälen teilhaben. So postet er fast täglich auf Facebook, Twitter oder Instagram die verschiedensten Fotos. Eines seiner letzten Bilder sorgt allerdings für Unmut bei den Fans.

Denn anstatt Fotos von fröhlichen Kindern oder dem schlafenden Bastian Schweinsteiger bei Instagram zu zeigen, posiert "Prinz Poldi" zusammen mit Mesut Özil mit schwerbewaffneten Soldaten. Die Arme sind verschränkt, der Blick ernst. "We are safe" — "wir sind sicher", schreibt Podolski unter das Bild. Angesichts der anhaltenden Unruhen in Brasilien eine eher unglückliche Aktion des Ex-Kölners.

Seine Fans jedenfalls reagieren unterschiedlich. Die einen freuen sich, dass er sich sicher fühlt und wünschen viel Glück für das Auftaktspiel gegen Portugal, andere sind da deutlich kritischer. So findet ein User ziemlich deutliche Worte: "Das beweist einmal mehr, dass in den Fussballschuhen oft nicht viel mehr als eine geballte Ladung Dummheit herumschwadroniert. Gute Heimreise!"

Auch andere Anhänger sind erstaunt angesichts des hochgeladenen Fotos. Die Userin "Claracorn" etwa findet das Foto "widerlich" und hofft, dass es nicht ernst gemeint ist. Die beiden Spieler haben sich dazu noch nicht geäußert, da sich die kritischen Stimmen jedoch noch in Grenzen halten, werden sie diesen Fauxpas wohl einfach aussitzen.

Podolski will mehr als nur der Spaßvogel sein

Wenige Tage vor dem ersten Gruppenspiel der Nationalmannschaft unterstrich Podolski unterdessen seine Ambitionen auf einen Stammplatz: "Meine Rolle ist hier bestimmt nicht, den Spaßvogel zu machen", sagte der 29-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Ich lasse mich nicht darauf reduzieren, nur dabei zu sein, weil ich gute Stimmung reinbringe."

Stattdessen verwies der 114-malige Nationalspieler, der vor seiner dritten Weltmeisterschaft steht, auf seine sportlichen Qualitäten: "Ich bin dabei, weil ich die Qualität habe. Über all diese Jahre und die vielen Turniere habe ich den Bundestrainer nur ganz selten enttäuscht."

Vor dem Auftaktmatch gegen die Portugiesen um Weltfußballer Cristiano Ronaldo warnte der Linksfuß, der den verletzten Marco Reus im linken offensiven Mittelfeld ersetzen könnte: "Portugal ist die Nummer vier der Welt. Das ist ein absolutes Topspiel der WM. Es geht für uns im ersten Spiel schon um alles."

Die Konsequenzen einer Niederlage könne er sich bereits ausmalen: "Dann wird diskutiert, überall: in den Medien, bei den Zuschauern, in der Mannschaft." Allein ein Sieg gebe Sicherheit und sorge für die nötige Ruhe.

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