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Schiedsrichter Milorad Mazic verteilt gern Karten

Serbe leitet erstes Deutschland-Spiel : Schiedsrichter Mazic verteilt gern Karten

Milorad Mazic leitet das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Die hat mit dem Serben gute Erfahrungen gesammelt - trotz seiner Vorliebe zu den Karten.

Joachim Löw und die deutsche Nationalmannschaft dürften sich nur allzu gerne an Milorad Mazic erinnern. Es war ein Septemberabend im vergangenen Jahr, die DFB-Elf überzeugte in der WM-Qualifikation gegen den Erzrivalen Österreich - und der 41-jährige Serbe Mazic leitete beim 3:0-Erfolg in München die Begegnung.

Wenn die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag (18 Uhr MESZ/Live-Ticker) bei der WM-Endrunde in Brasilien ihren Angriff auf den vierten Titel startet, wird es für Löw und Co. ein Wiedersehen geben. Mazic wurde vom Weltverband FIFA für die wegweisende Partie gegen Portugal nominiert - und es ist gut möglich, dass er die große Bühne auch dann wieder nutzen wird, um sich (zumindest ein bisschen) im Rampenlicht zu sonnen.

Mazic, am 23. März 1973 in Vrbas geboren, ist ein erfahrener und vor allem rigoroser Referee. Die Karten, das beweisen die Statistiken, sitzen bei ihm äußerst locker: Allein im besagten Qualifikationsspiel gegen Österreich zückte er siebenmal den gelben Karton. Und in Sachen Brisanz ist ein WM-Auftaktspiel mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Co. noch eine Nummer größer.

25 Gelbe Karten als Fifa-Schiedsrichter

Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass Mazic auch am Montag seiner Linie treu bleiben wird. In sechs WM-Qualifikationsspielen, die er seit seiner Ernennung zum Fifa-Schiedsrichter im Jahr 2009 geleitet hat, zeigte er den eigentlichen Protagonisten auf dem Platz insgesamt 25-mal die Gelbe Karte. Immerhin: Lediglich einmal wurde ein Spieler des Platzes verwiesen.

Noch "beeindruckender" aber liest sich seine Kartenstatistik in den europäischen Wettbewerben. Zählt man Mazics Einsätze in der Champions League und Europa League zusammen, kommt man auf sensationelle 146 Gelbe Karten - in gerade einmal 30 Spielen. In dieser Zeit stellte er dann auch neun Spieler vom Feld.

Trotz (oder gerade wegen?) seiner Vorliebe zu den Verwarnungen legte Mazic eine steile Karriere hin. Auf FIFA-Ebene nahm er unter anderem im vergangenen Jahr in der Türkei an der WM der U20-Junioren teil, auch für die Europäische Fußball-Union (Uefa) gehörte er in den EM-Qualifikationsspielen zum Stammpersonal. Die Berufung für das Spiel am Montag ist nichtsdestotrotz der vorläufige Höhepunkt seiner Karriere.

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In der Champions League hatte Mazic im Dezember 2012 übrigens die Partie zwischen Borussia Dortmund und Manchester City (1:0) geleitet. Die Dortmunder erreichten bekanntlich Monate später das Endspiel in Wembley - vielleicht ein gutes Omen für die deutsche Nationalmannschaft.

(sid)