Mesut Özil: Berater kritisiert Toni Kroos, Manuel Neuer und Thomas Müller

„Mesut hat keinen Fehler gemacht“ : Özil-Berater geht auf DFB-Stars los

Mitte Juli trat Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. In einem Interview meldet sich sein Berater jetzt erneut zu Wort. Erkut Sögüt verteidigt das Treffen Özils mit dem türkischen Präsidenten Erodgan - und geht auf mehrere DFB-Stars los.

„Mesut hat keinen Fehler gemacht. Dabei bleibt es“, sagte Sögüt dem Fußballmagazin „11Freunde“. „Es ist eine Frage des Respekts, den Präsidenten zu treffen, wenn dieser darum bittet.“

Er sprach damit das umstrittene Treffen von Özil und seines Nationalmannschaftskollegen Ilkay Gündogan mit Türkeis Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in London im Vorfeld der WM-Endrunde in Russland an.

Die Aussagen von DFB-Kapitän Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller, die sich nach Özils Rücktritt alle öffentlich zum Rücktritt geäußert hatten, bewertet der Berater als „mehr als enttäuschend und deplatziert“. Für die Worte der drei gäbe es nur zwei Erklärungen: „Sie sind entweder naiv oder berechnend“, sagte Sögüt.

Kroos hatte in einem Interview mit der „Bild“ von einem "hohen Anteil an Quatsch" in Özils Statement gesprochen. Auch Neuer und Müller sowie Bundestrainer Joachim Löw hatten unter anderem die angebrachten Vorwürfe Özils, dass es in der Mannschaft zu rassistischen Vorfällen gekommen sei, entschieden zurückgewiesen.

„Löw verteidigt sich gegen einen Vorwurf, der nie erhoben wurde. Mesut wurde nicht im Team, sondern von der Mitte der Gesellschaft rassistisch angefeindet - da hätte ihn der DFB schützen müssen“, sagte Sögüt.

Der 29 Jahre alte Özil hatte sich zwei Monate nach seinem Treffen mit Erdogan erstmals zu der Kritik an seiner Person geäußert. In einer dreiteiligen Erklärung in den Sozialen Medien hatte er schwere Vorwürfe gegen den DFB und dessen Präsidenten Reinhard Grindel erhoben und auch seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

(old/sid)