DFB: So schlimm sehen die Plätze im Campo Bahia heute aus

Ein Jahr nach der WM: Campo Bahia: So schlimm sehen die Plätze heute aus

Vor einem Jahr legte die deutsche Nationalmannschaft in ihrem WM-Quartier Campo Bahia in Santo Andre den Grundstein für den Titel. Heute ist von dem Hype um den späteren Weltmeister nicht mehr viel zu sehen, im Gegenteil: Der Fußballplatz in der Dorfmitte steht unter Wasser.

(function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.3"; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));E um ano depois da passagem da Seleção Alemã por nossa vila o campo de futebol da comunidade está assim... Existe um TAC...

Posted by Vila de Santo André on Montag, 29. Juni 2015Fünf Wochen lang war die deutsche Nationalmannschaft im vergangenen Jahr zu Gast in Santo Andre, einem 800-Einwohner-Dorf in Brasilien. Das Trainingscamp des DFB war nur mit einer Fähre zu erreichen, Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff schotteten die Mannschaft von der Außenwelt regelrecht ab. Sie sollte sich ganz auf den Gewinn des WM-Titels konzentrieren.

Und das tat sie erfolgreich. Deutschland holte durch einen 1:0-Erfolg nach Verlängerung im Finale gegen Argentinien den vierten Titel, auch im Campo Bahia wurde gefeiert. Doch ein Jahr danach ist das Resort zu einem "Weißen Elefanten" verkommen, wie Stadien genannt werden, die extra für große Turniere gebaut und danach kaum mehr genutzt werden. Der DFB errichtete das Resort mit einem Partner extra für die WM, mittlerweile wird es als Luxushotel genutzt – allerdings ist die Nachfrage der Gäste eher gering.

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Deutlich wird die Lage in Santo Andre vor allem an den beiden Fußballplätzen, auf denen die Nationalelf während damals trainierte. Bei Facebook postete die Gemeinde nun erschreckende Bilder: Die Plätze stehen unter Wasser, an Fußballspielen ist nicht mehr zu denken. Geblieben ist ein See mit zwei Toren an den beiden Seiten. Offenbar fehlt eine Drainage, sodass der Platz in der Regenzeit überflutet wurde.

"Ein Jahr nach der Abreise der deutschen Nationalelf aus unserem Dorf sieht unser Fußballplatz so aus", schreibt die Gemeinde Santo Andre zu den Bildern. Die Bewohner machen der Baufirma den Vorwurf, gepfuscht zu haben. "Und jetzt? Wo ist das Feld?", heißt es weiter.

Der DFB unterstützte den Bau mit finanziellen Mitteln. Doch heute sind die Plätze unbrauchbar. Und die Bewohner sauer. "Das Erbe der Deutschen", schreibt ein User unter die Bilder bei Facebook. Ein Erbe, auf das der DFB sicher nicht stolz ist.

(seeg)