Debatte um Mesut Özil: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kritisiert Bierhoff und Grindel

NRW-Ministerpräsident: Armin Laschet kritisiert Bierhoff und Grindel wegen Umgang mit Özil

Die Debatte um Mesut Özil geht weiter. Nachdem Oliver Bierhoff und Reinhard Grindel Özil zum Sündenbock für das frühe WM-Aus der deutschen Mannschaft auserkoren haben, hat nun NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die DFB-Funktionäre kritisiert.

Mesut Özil bekommt Beistand aus der Politik. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich in die Debatte um den deutschen Nationalspieler eingeschaltet und die DFB-Funktionäre Oliver Bierhoff und Reinhard Grindel kritisiert.

„Auf die Idee, dass ein Foto mit Erdogan an der Niederlage gegen den Fußball-Giganten Südkorea schuld sein soll, können auch nur DFB-Funktionäre nach drei Wochen Nachdenken kommen“, schrieb Laschet am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Tweet war eine Reaktion auf die jüngsten Aussagen von DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Reinhard Grindel. Beide hatten Özil und die Debatte um die Fotos mit dem türksichen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan indirekt für das frühe Aus der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland verantwortlich gemacht.

„Man hätte überlegen müssen, ob man sportlich auf Özil verzichtet“, sagte Bierhoff in einem Interview der „Welt“. Grindel forderte Özil im „Kicker“ zu einer öffentliche Stellungnahme auf. Bisher hatte Özil beharrlich zu dem Thema geschwiegen.

Während der WM waren von Bierhoff und Grindel noch ganz andere Töne zu hören. Auf einer Pressekonferenz im deutschen WM-Quartier in Watutinki nahm Grindel Özil noch indirekt in Schutz, indem er sagte, ein besseres Krisenmanagement sei in der Affäre kaum möglich gewesen. Özil könne die Antwort auf dem Platz liefern. "Kluges Krisenmanagement heißt kühlen Kopf bewahren und nicht jedem Druck nachgeben", sagte Grindel.

Bierhoff hatte immer wieder versucht, das Thema für beendet zu erklären. „Wir haben sehr viel gemacht, und jetzt reicht es auch“, sagte der 50-Jährige unter anderem.

(lt)
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