Confed Cup: Lars Stindl ist "auf Nummer sicher" gegangen

Matchwinner Lars Stindl : "Ich bin auf Nummer sicher gegangen"

Da sitzt er, der gute Lars Stindl und schaut mächtig stolz drein. Den Pokal, den der Deutsche Fußball-Bund dank seiner tatkräftigen Unterstützung gewonnen hat, hält er in die Kamera, am Hals baumelt die goldene Medaille, die es für den Triumph beim Confed Cup gegeben hat.

Der Sonntag war soeben vergangen, als Stindl das Foto in seinem Instagram-Account hoch lud, er sitzt dabei in der Kabine noch in der Spielerkluft.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, in so einem Spiel zu treffen. Aber natürlich geht ein großer Teil dieses Tores an Timo Werner. Dieses Tor war ein Spiegelbild für das gesamte Turnier, es war einfach eine großartige Mannschaftsleistung. Wir sind unglaublich glücklich und stolz, dass wir das Turnier gewonnen haben. Der Titel ist der der krönende Abschluss der letzten vier Wochen", wurde Stindl dann gut elf Stunden später auf Borussias Internetseite zitiert.

Seinen Treffer, mithin der dritte bei diesem Turnier, hat er so in Erinnerung: "Timo hat sich den Ball geschnappt und ihn quergelegt. Ich stand fünf, sechs Meter ganz alleine vor dem Tor. In einem so wichtigen Spiel will man natürlich nichts falsch machen. Deshalb bin ich auf Nummer sicher gegangen, habe den Ball ganz ruhig angenommen und reingeschoben", berichtet Borussias Kapitän. Der Treffer im Finale von St. Petersburg war insgesamt der 21. dieser Saison, die für ihn wohl die imposanteste seiner Laufbahn ist.

Stindl mit Werner und Goretzka bester Torschütze

Dass er neben Timo Werner und Leon Goretzka einer der drei besten Torschützen des Turniers war, "ist ein schöner Nebeneffekt" für Stindl. Er hat getan, was er sich vorgenommen hat: Die Zeit beim DFB zu genießen. "Ich freue mich einfach, dass ich bei der Nationalmannschaft dabei sein durfte, und dass ich mit meinen Toren einen entscheidenden Beitrag leisten konnte, die Truppe für ihren Aufwand zu belohnen", sagte Stindl.

Er musste lange warten auf die DFB-Nominierung, er hat dann inhaltlich und emotional sehr viel reingepackt in seiner ersten Wochen als Nationalspieler. "Ich kann sehr viel mitnehmen. Es war grundsätzlich eine tolle Erfahrung. Die ganzen Eindrücke dieses Turniers, aber auch beim DFB — von der Organisation bis zu den Abläufen, aber auch Trainingsinhalte und die verschiedenen Ansichten vom Fußball — das alles nehme ich mit, und ich kann mit Sicherheit auch in Zukunft noch von diesen Erfahrungen profitieren", sagte Stindl.

Stindl kehrt im Laufe des Montags mit dem DFB-Tross zurück nach Frankfurt. "Danach geht's kurz in die Heimat und dann noch mal mit meiner Familie in den Urlaub. Dort werde ich die Saison in Ruhe Revue passieren lassen und einfach mal komplett ausspannen. Wann ich genau in die Vorbereitung bei Borussia einsteige, muss ich noch mit dem Trainerteam absprechen. Wahrscheinlich wird es in der Woche nach dem Trainingslager sein", sagte er.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stindl muss nach Werner-Vorlage nur noch einschieben

(kk)
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