WM 2018: Viele Spieler von Borussia Mönchengladbach stehen in Russland im Fokus – Yann Sommer auch in Liverpool und Rom?

Erste WM-Bilanz der Borussen : Yann Sommer im Fokus – auch in Liverpool und Rom?

Alle sieben WM-Borussen, einige Ex-Gladbacher und Schiedsrichter-Assistent Mark Borsch aus Mönchengladbach haben erste Einsätze in Russland hinter sich. Eine Bilanz.

Der erste WM-Durchgang liegt hinter den sieben WM-Borussen. Was die Ergebnisse angeht, blieb Matthias Ginter mit Deutschland weit, weit hinter den Erwartungen zurück. Hingegen überraschte die Schweiz mit Yann Sommer, Denis Zakaria, Nico Elvedi und Josip Drmic beim 1:1 gegen Rekordweltmeister Brasilien.

Zwei Siege gab es aus Borussen-Sicht, beide waren absehbar: Jannik Vestergaards Dänen taten sich indes schwer beim 1:0 gegen Peru, auch Belgien mit Thorgan Hazard brauchte etwas gegen Neuling Panama, kam dann aber zum klaren 3:0.

Die Einsatz-Bilanz fällt aus Borussen-Perspektive aus, wie zu erwarten war: Nur Sommer ist Stammspieler, Zakaria und Hazard sind am nächsten am Team, Ginter, Vestergaard, Elvedi und Drmic müssen geduldig sein. Hazard kam in den letzten sieben Minuten ins belgische Spiel, damit liegt er in der aktuellen WM-Rangliste aus Borussen-Sicht auf Rang drei. Denis Zakaria ist die Nummer zwei mit seinen 19 Minuten, die er gegen Brasilien mitmachte. Yann Sommer ist bis dato der einzige Borusse mit 90 WM-Minuten.

Ein WM-Tor eines Borussen gab es bislang nicht, in der Liste ist Oliver Neuville mit seinem Siegtreffer gegen Polen 2006 der letzte Eintrag. Auch die Ex-Borussen, die in Russland dabei sind, haben bei diesem Turnier noch nicht getroffen: Marco Reus beim DFB, Andreas Christensen bei den Dänen, Granit Xhaka (er machte aber schon 2014 beim 2:5 gegen Frankreich ein Tor) bei den Schweizern und Mathew Leckie bei Australien. Marc-André ter Stegen kam als zweiter deutscher Torhüter nicht zum Einsatz.

Schiedsrichter-Assistent Mark Borsch war bislang in zwei Spiele involviert: Bei Marokko gegen Iran und Peru gegen Dänemark war er Teil des Videoschiedsrichter-Teams. Am zweiten Spiel war er aktiv beteiligt, denn Peru bekam den Elfmeter, der ungenutzt blieb, nach dem Einsatz der Video-Assistenten zugesprochen. Wann Borsch als Assistent von Schiedsrichter Felix Brych erstmals bei dieser WM an der Linie stehen wird, ist noch offen.

Offen ist auch die Gerüchteküche. Nico Elvedi und Josip Drmic sind die einzigen der sieben WM-Fahrer aus Gladbach, um die sich keine akuten Wechsel-Spekulationen ranken. Jannik Vestergaard soll bei Lazio Rom ein Thema sein, 20 Millionen Euro Ablösesumme sind im Gespräch. Thorgan Hazard ist ohnehin ein Spekulationsobjekt. Neben dem FC Valencia wird er mit dem AC Mailand, Atlético Madrid, dem FC Sevilla und Leicester City in Verbindung gebracht. 25 bis 30 Millionen aufwärts müssten es da schon sein. Ähnlich teuer wäre Denis Zakaria, an dem Borussia Dortmund mit dem neuen Trainer Lucien Favre Interesse haben soll.

Favres Vor-Vor-Vor-Gänger beim BVB, Jürgen Klopp, soll derweil eine Idee, die ihm schon 2015 nachgesagt wurde, erneuert haben. Nämlich die, Yann Sommer zum FC Liverpool zu transferieren. Das jedenfalls berichtet die Bildzeitung. Sommers starke Leistung gegen Brasilien, die auch der frühere Welttorhüter Oliver Kahn mit einem großen Lob würdigte, stellt den Schweizer ins große Schaufenster. Auch der AS Rom soll über eine Sommerverpflichtung nachdenken. Sommer ist im Fokus, nicht nur in Russland.