WM 2018: Schweizer Verband entschuldigt sich für Doppelbürger-Debatte

Nach Jubel-Skandal: Schweizer Verband entschuldigt sich für Doppelbürger-Debatte

Der Schweizer Fußball-Verband hat sich von seinem Generalsekretär distanziert. Der hatte nach dem Doppeladler-Jubel einiger Schweizer Spiel die Frage gestellt, ob man Doppel-Bürger in der Nationalmannschaft wolle.

Der Schweizer Fußball-Verband hat sich für die Aussagen seines Generalsekretärs über Fußballer mit doppelter Staatsbürgerschaft entschuldigt. „Wir bedauern außerordentlich, dass sich Doppelbürgerinnen und Doppelbürger nach einem Interview des SFV-Generalsekretärs diskreditiert und desavouiert gefühlt haben. Die Integration und Förderung aller Fußballerinnen und Fußballer, unabhängig ihrer Herkunft und Nationalität, ist ein fundamentales Leitprinzip unseres Verbands“, sagte Verbandschef Peter Gilliéron in einer Mitteilung des SFV am Freitag.

Ausgelöst wurde die Diskussion nach dem umstrittenen Torjubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri nach deren Treffern beim 2:1-Sieg im WM-Vorrundenspiel gegen Serbien. Die Profis mit kosovo-albanischen Wurzeln hatten mit ihren Armen und Händen den sogenannten Doppel-Adler gezeigt und damit die serbischen Gegner provoziert. Die FIFA belegte sie mit Geldstrafen.

„Wollen wir Doppelbürger?“, hatte der Generalsekretär des Verbandes, Alex Miescher, anschließend in Zeitungsinterviews gefragt, woraufhin Xhaka empört reagierte, dass an seiner Loyalität zur Schweiz gezweifelt werde.

„Da sind Fehler passiert und wurde eine Außenwirkung erzielt, die nie beabsichtigt war“, sagte SFV-Präsident Gilliéron am Freitag. Er kündigte eine verbandsinterne Analyse an. Die Schweiz war bei der WM in Russland im Achtelfinale gegen Schweden (0:1) ausgeschieden.

(rent/dpa)
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