WM 2018: Grenzstädte fürchten Konflikte bei WM-Halbfinale zwischen Belgien und Frankreich

Belgien gegen Frankreich: Grenzstädte fürchten Konflikte bei WM-Nachbarschaftsduell

Zum WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Belgien sorgen sich mehrere Grenzstädte offenbar um die gute Nachbarschaft und befürchten Krawalle.

Die belgische Stadt Comines-Warneton hat das Public Viewing für das Match abgesagt - „aus Sicherheitsgründen“, wie ein Mitarbeiter des Rathauses der Deutschen Presse-Agentur sagte.

„In Comines, nahe der Grenze, ist es nicht so einfach, französische und belgische Fans zu mischen“, sagte Polizeichef Sebastian Dauchy der Zeitung „L'Avenir“. Man könne Menschen mit dem blauen Franzosen-Trikot am Eingang nicht einfach abweisen und die belgischen Fans hereinlassen.

Eben dies plant hingegen die nahegelegene belgische Stadt Mouscron. Das Public Viewing dort sei eine „schwarz-gelb-rote“ Veranstaltung, kündigten die Bürgermeisterin Brigitte Aubert sowie die lokale Polizei im Vorfeld an und verwiesen auf die Farben der belgischen Nationalflagge. „Falls Sie unsere nahen Nachbarbarn unterstützen möchten“, gebe es auf der anderen Seite der Grenze in Lille oder Roubaix mehrere Möglichkeiten.

Die Nachbarstädte Wervik in Belgien sowie Wervicq-Sud in Frankreich sperren am Dienstagabend ihre Brücke für den Autoverkehr, wie die lokale Tageszeitung „La Voix du Nord“ berichtet. Diese Entscheidung sei nach „idiotischen Provokationen“ einiger französischer Fans getroffen worden, sagte der Bürgermeister von Wervicq-Sud Jean-Gabriel Jacob. Sein belgischer Kollege Youro Casier versicherte den Franzosen jedoch, sie seien jederzeit zum Match willkommen - solange sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad kämen. Belgien und Frankreich spielen am Dienstagabend (20.00 Uhr) um den Einzug ins Finale der Fußball-WM.

(dpa)