WM 2018: Frankreich-Trainer Didier Deschamps will Dänemark nicht helfen

Frankreichs Trainer Deschamps will ideale Ausbeute : „Wir werden Dänemark nicht helfen“

Trotz der vorzeitigen Achtelfinal-Qualifikation bei der Fußball-WM will Vize-Europameister Frankreich auch sein drittes Gruppenspiel gewinnen. Gegner Dänemark konzentriert sich derweil im Fernduell um Platz zwei in der Gruppe C ganz auf sich selbst.

„Unser Ziel ist, Erster zu bleiben. Dafür gibt es zwei Resultate, aber ich würde nie sagen, wir spielen für ein Unentschieden“, sagte Trainer Didier Deschamps einen Tag vor dem Duell mit Dänemark an diesem Dienstag (16 Uhr/ARD) in Moskau. Mit einem Remis wären die Franzosen Gruppensieger und die Dänen sicher für das Achtelfinale qualifiziert, doch an solche Szenarien denkt der Weltmeister von 1998 gar nicht. „Nein, wir werden Dänemark nicht helfen“, verkündete Deschamps.

Auch von Konstellationen, wonach Argentinien mit dem fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi bei einem Gruppensieg im Achtelfinale warten könnte, wollten die Franzosen nichts wissen. „Dafür ist jetzt keine Zeit. Wir wollen die Gruppe als Erster beenden“, wiederholte der Trainer.

Verteidiger Raphaël Varane sieht im französischen Team noch deutlich mehr Offensivpotenzial als bei dieser WM bisher bewiesen. „Im Angriff können wir uns verbessern und den Gegnern noch mehr weh tun. Wir können das noch besser. Wir haben die Qualität“, mahnte Varane, der die Franzosen als Kapitän in das Moskauer Luschniki-Stadion führen dürfte. „Ja, wahrscheinlich ist das so. Wenn es so passieren sollte, wäre ich sehr stolz“, sagte der Verteidiger von Real Madrid.

Denn Deschamps stellte für das letzte Gruppenspiel einige Wechsel in Aussicht. „Wir müssen die individuelle Situation eines jeden Spielers sehen. Auch Gelbe Karten haben einen Einfluss. Wenn ich Spieler schonen kann, dann jetzt, danach geht es nicht mehr“, sagte der Trainer.

Derweil will sein Gegenüber am Dienstagnachmittag ebenfalls voll auf Sieg spielen. "Ein Punkt ist genug, aber man sollte nie auf Unentschieden spielen. Das bringt Passivität ins Spiel", warnte Nationaltrainer Age Hareide. Der Europameister von 1992 liegt mit vier Punkten als Tabellenzweiter hinter den bereits qualifizierten Franzosen (6) und vor Australien (1) auf Achtelfinal-Kurs. Hareide kündigte nach dem 1:0 gegen Peru und dem 1:1 gegen Australien aber an, gegen die Equipe Tricolore "nicht so offensiv" spielen zu lassen: "Wir dürfen nicht so viele Räume offen lassen und müssen cleverer spielen."

Über den Stand im Parallelspiel zwischen den Socceroos und Peru in Sotschi wird sich Hareide informieren lassen. Die Spieler indes legen den Fokus nur auf das eigene Spiel. "Mir ist egal, wie es im anderen Spiel steht. Wir müssen uns auf unsere Partie konzentrieren", sagte Topstar Christian Eriksen. Torhüter Kasper Schmeichel ergänzte: "Die Ausgangslage ist doch gut, wir haben es in der eigenen Hand."

(togr/dpa)
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