Wladimir Wladimirowitsch Putin: Russland streitet um Bier in Stadien

Vor der WM 2018: Russland streitet um Bier in Fußballstadien

Knapp drei Jahre vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist in Moskau ein Streit um Bier in Stadien ausgebrochen - in den sich nun auch Präsident Wladimir Putin eingemischt hat.

Das Heimatland des Wodkas hatte Alkohol in Sportstätten 2005 pauschal verboten. Sogar für ganz Moskau hatte die Regierung vor wichtigen Fußballspielen bereits Alkoholverbote verhängt: am Tag des Halbfinales des russischen Nationalteams bei der EM 2008 in Wien etwa, war Alkoholkonsum in der Hauptstadt untersagt. Fußballfunktionäre argumentierten jetzt bei einem Treffen mit Putin, die Trinkgewohnheiten der Russen hätten sich gemäßigt, und mit Alkoholausschank im Stadion lasse sich gutes Geld verdienen.

Wladimir Putin: "Ist das wirklich nötig?"

"Fußball ist Unterhaltung, wie Kino oder Konzert, und dort gibt es Cognac und Sekt", sagte der Präsident von Zenit St. Petersburg, Alexander Djukow. Putin zeigte sich skeptisch: "Ist das wirklich notwendig?" Putin habe sich bisher weder für noch gegen Alkohol im Stadion ausgesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Er will eine ausführliche Analyse des Themas", betonte Peskow der russischen Nachrichtenagentur "Interfax" zufolge. Der Putin-Vertraute und Sportminister Witali Mutko sagte, er sei kein Gegner von Bier bei Fußballspielen.

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Alkoholwerbung ist 2018 erlaubt

Auf Druck des Fußball-Weltverbands Fifa erlaubt Russland während der WM 2018 wieder Alkoholwerbung im Stadion, da einer der Sponsoren ein Bierunternehmen ist. "Wir sollten die WM zum Anlass nehmen, sowohl Alkoholwerbung als auch Bier wieder zuzulassen", sagte Nikolai Merkuschkin vom WM-Organisationskomitee in der Wolga-Stadt Samara.

(ball/dpa)
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