Türkei: Arda Turan nach Ausraster im Flugzeug suspendiert

Angriff auf Reporter: Turan erklärt Rücktritt aus türkischer Nationalmannschaft

Der türkische Fußballstar Arda Turan soll einen Journalisten attackiert haben. Nun zieht er die Konsequenz und erklärt seinen Rückzug aus der türkischen Nationalmannschaft.

Nach der Attacke gegen einen Journalisten hat der türkische Fußball-Profi Arda Turan Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. "Ich tue das Nötige und beende meine Karriere im Nationalteam. Ich habe im Trikot der Nationalmannschaft einen Fehler gemacht", sagte Turan am Dienstag vor Journalisten.

Hintergrund des Rücktritts ist eine Attacke Turans gegen den Journalisten der Zeitung "Milliyet", Bilal Mese, im Flugzeug auf dem Weg nach Slowenien. Turan soll den 62-Jährigen laut Medienberichten schwer beleidigt und am Hals gepackt haben, bevor Passagiere dazwischen gegangen seien.

Die Nationalmannschaft will sich in Slowenien auf das WM-Qualifikationsspiel am Sonntag gegen den Kosovo vorbereiten. Mese kündigte der Nachrichtenagentur DHA gegenüber an, nach seiner Rückkehr in die Türkei sofort Anzeige gegen Turan zu erstatten.

Laut "NTV Spor" war die Berichterstattung Meses nach der EM 2016 Grund für die Attacke. Damals soll es zwischen Nationaltrainer Fatih Terim und mehreren Spielern Unstimmigkeiten wegen der Auszahlung von Prämien gegeben haben.

Nach dem Vorfall hatte Turan zunächst in einer Stellungnahme auf Instragram geschrieben, was er getan habe, sei "vielleicht nicht richtig, aber ehrliches, ehrenvolles Verhalten".

Turan steht beim FC Barcelona unter Vertrag und spielte seit 2002 für das türkische Nationalteam. Er sagte, er habe nach dem Vorfall zunächst mit Nationaltrainer Terim und dem Verbandspräsidenten Yildirim Demirören die Entscheidung getroffen, nicht im Test gegen den Kosovo zu spielen. Das Ende der Karriere im Nationalteam sei seine persönliche Entscheidung, so Turan. Er fühle sich nun leicht, "wie ein Vogel".

Hier geht es zur Bilderstrecke: Arda Turan beim FC Barcelona vorgestellt

(dpa)
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