1. Sport
  2. Fußball
  3. WM
  4. Andere Teams

Mehmet Scholl schimpft nach Neymar-Verletzung über Schiedsrichter

"Nicht mehr mein Sport" : Scholl hält Wutrede gegen Schiedsrichter

Nach dem zweiten Viertelfinale zwischen Brasilien und Kolumbien (2:1) hat ARD-Experte Mehmet Scholl den spanischen Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo hart kritisiert.

"Ich bin sauer. Richtig sauer und enttäuscht", sagte Scholl nach dem Spiel. "Das kommt dabei raus, wenn die Schiedsrichter nicht in der Lage sind oder die Vorgabe haben, brutale Fouls nicht zu stoppen. Dann wird ein Neymar verschluckt, der wird vom Platz getragen", polterte der Ex-Profi.

Auslöser für Scholls Wutrede war das harte Foul gegen Neymar kurz vor dem Abpfiff. Der Kolumbianer Juan Zuniga war dem brasilianischen Superstar mit dem Knie von hinten in den Rücken gesprungen, Neymar musste unter Schmerzen vom Platz getragen werden. Die Diagose im Krankenhaus: Wirbelbruch. Damit ist die WM für Neymar beendet, Brasilien muss im Halbfinale gegen Deutschland am Dienstag (22 Uhr/Live-Ticker) ohne den Hoffnungsträger auskommen. Carballo pfiff das Foul gegen Neymar, zeigte Zuniga allerdings keine Karte.

Als Scholl wetterte, war die Diagnose noch nicht bekannt. Der ehemalige Bayern-Profi forderte, dass die technisch versierten Spieler mehr geschützt werden müssen. "Wenn zugelassen wird, dass die Kleinen vernichtet werden, dann haben wir ein Problem. Dann ist das nicht mehr unsere Sportart. Das war jetzt nicht mehr meine Sportart", so Scholl: "Es gibt Gründe, weshalb es ein Mesut Özil schwer hat. Vielleicht ist es dann besser, wenn er im nächsten Spiel erst einmal draußen bleibt."

Scholl verglich die Partie zwischen Brasilien und Kolumbien mit einem "Gladiatorenkampf". Insgesamt gab es in dem zweiten Viertelfinale 52 Fouls — Rekordwert bei dieser WM. "Das hat mit dem Spiel nichts zu tun. Und es wird zugelassen, auch noch von einem Schiedsrichter aus Europa", so Scholl.

Das Video von Scholls Wutrede sehen Sie hier!

(seeg)