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Nach 1:7-Debakel gegen Deutschland: Felipe Scolari lässt seine Zukunft offen

Nach 1:7-Debakel gegen Deutschland : Felipe Scolari lässt seine Zukunft offen

Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari lässt seine Zukunft in der Selecao bis nach der WM offen. "Dieses Thema werden wir nicht bis zum Spiel am Samstag besprechen", sagte der 65-Jährige auf der Pressekonferenz am Tag nach dem 1:7-Debakel im WM-Halbfinale gegen Deutschland.

Nach dem verpassten Finale sei das Spiel um Platz drei am Samstag nun das neue Ziel. Die Trainer-Kommission werde der Verbandsführung nach dem Turnier einen ausführlichen Bericht vorlegen. "Die Entscheidung liegt dann in der Hand des Präsidenten", erklärte der Weltmeister-Coach von 2002, der diesmal bei der Titelmission kläglich gescheitert war.

Man dürfe jetzt aber nicht alles schlecht reden, schließlich sei man erstmals seit 2002 wieder in ein WM-Halbfinale vorgedrungen. "Wir hatten natürlich nicht so eine hohe Niederlage auf der Rechnung, ein katastrophales Ergebnis", sagte Scolari.

Das sah der künftige Verbands-Vizepräsidenten Delfim Peixoto anders: "Alles war schlecht. Ich möchte nicht darüber sprechen, um nichts Dummes zu sagen, aber eines kann ich versichern: Nie wieder wird Felipao mit einer brasilianischen Auswahl zusammen sein. Er wird nie wieder zurückkehren. Er ist eine Last, eine Schande", sagte der Funktionär am Mittwoch dem TV-Sender ESPN Brasil.

Peixoto gehört zur Gefolgschaft von Marco Polo del Nero, der im kommenden April als Präsident des brasilianischen Fußball-Verbands CBF die Nachfolge von José Maria Marin antritt. Peixoto forderte, Scolari solle in den Ruhestand gehen. Der Vertrag des 65 Jahre alten Cheftrainers läuft nach der Weltmeisterschaft aus.

(sid)