Dirk Kuyt: Auf ungewohnter Position in den Kreis der Hunderter

Vom Stürmer zum Außenverteidiger: Dirk Kuyt: Auf ungewohnter Position in den Kreis der Hunderter

Vor dem Turnier hatte Dirk Kuyt eigentlich niemand auf der Rechnung. Für viele war es schon eine Überraschung, dass der Angreifer von Fenerbahce Istanbul überhaupt im niederländischen WM-Kader stand.

Arjen Robben, Robin van Persie, Klaas-Jan Huntelaar, Jermain Lens oder Youngster Memphis Depay - die offensive Konkurrenz in der Elftal schien zu groß, als dass Kuyt in den Planungen von Bondscoach Louis van Gaal eine ernsthafte Rolle spielen würde.

Auch Kuyt, erfahren genug, schätzte seine Chancen realistisch ein - und suchte deshalb nach einer Alternativ-Position. Fündig wurde die Kämpfernatur, für die es in Brasilien bereits das sechste Großturnier ist, hinten links in der neuen Fünfer-Kette von van Gaal.

"Wir haben es im Trainingslager in Portugal zum ersten Mal probiert", berichtete Kuyt. "Ich wollte dem Trainer vorschlagen, dass ich auch dort von Wert für die Mannschaft sein kann, aber er ist mir zuvorgekommen."

In Brasilien musste Kuyt dann bis zur dritten Partie warten, ehe van Gaal den Geheimplan auf der großen Bühne umsetzte. Und Kuyt machte seine Sache gegen Chile so gut, dass er auch im Achtelfinale gegen Mexiko auf der ungewohnten Position spielen dürfte. Es wäre sein 100\.Einsatz für die Niederlande. Auch das hätte ihm niemand zugetraut.

(dpa)
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