Werder Bremen: Präsident Hubertus Hess-Grunewald fordert in Debatte um Übernahme der Polizeikosten Solidarität der Profiklubs ein

Debatte um Übernahme der Polizeikosten : Werder-Präsident fordert Solidarität der Profiklubs ein

Die Debatte um die Übernahme der Polizeikosten bei Bundesliga-Spiele gestaltet sich weiter schwierig. Stand jetzt muss sich Werder Bremen als einziger Bundesligist an den Kosten beteiligen. Präsident Hubertus Hess-Grunewald fordert deshalb mehr Solidarität.

Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald fordert in der schwierigen Debatte um die Übernahme von Polizeikosten solidarisches Handeln im deutschen Profifußball ein. "Es kann nicht im Sinne des Fair-Play-Gedanken unserer Gemeinschaft der Profiklubs sein, einem Verein in dieser Art einen Wettbewerbs-Nachteil aufzubürden", sagte der 58-Jährige im Gespräch mit dem Portal Deichstube.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte vor zwei Wochen angekündigt, die Gebührenbescheide des Landes Bremen für vier Partien des Bundesligisten in Höhe von 1,17 Millionen Euro fristgerecht bis Ende September zu begleichen. Mindestens die Hälfte der Rechnung soll an Werder weitergereicht werden, über die verbliebenen 585.000 Euro soll das DFL-Präsidium entscheiden.

"Wir werden uns sehr deutlich gegen eine Lösung positionieren, die Werder mit mehr als der bisherigen 50 Prozent der Rechnungssumme belasten", sagte Hess-Grunewald nun. Nach der Rechtsprechung durch das Bundesverwaltungsgericht Ende März sieht er in der Gebührenerhebung kein lokales Phänomen mehr. Bislang stellt nur das Land Bremen die Polizeikosten für Hochrisikospiele in Rechnung.

Konkret geht es bei den vier Gebührenbescheiden um Partien aus den Jahren 2015 und 2016. Die Einzelsummen belaufen sich auf 227.000, 246.000, 283.000 und 412.000 Euro. Werder-Gegner waren Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV, Hannover 96 und Eintracht Frankfurt.

(lt/sid)
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